Eine völlig neue Führung erhielt der Trinkwasserzweckverband der Veitensteingruppe bei seiner konstituierenden Sitzung. Neue Vorsitzende wurde Gertrud Bühl, die Bürgermeisterin der Gemeinde Breitbrunn (FW), während der Zweite Bürgermeister der Stadt Baunach, Peter Großkopf (SPD) zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde.

Der Verbandsversammlung des Zweckverbandes gehören insgesamt 13 Mitglieder aus den fünf Verbandsgemeinden Breitbrunn, Ebelsbach, Lauter, Baunach und Kirchlauter an.

Von Harmonie geprägt

Der bisherige Vorsitzende, Kirchlauters abgewählter Bürgermeister Jochen Steppert (CSU) sprach den Räten Glückwünsche zu ihrer Wahl und der Berufung in das Verbandsgremium aus. Das dürften sie durchaus als Belohnung ansehen, zumal die Verbandsversammlung bisher ein sehr harmonisches Gremium gewesen sei mit einer fast familiären Atmosphäre.

Für die Wahl zum Vorsitzenden gab es zwei Vorschläge. Hildegard Weigmann schlug Gertrud Bühl, die Bürgermeisterin aus Breitbrunn vor, während Uwe Derra mit Karl-Heinz Kandler (SPD) den Bürgermeister aus Kirchlauter ins Rennen schickte. Mit dem engen Stimmenverhältnis von 7:6 Stimmen wurde Gertrud Bühl gewählt.
Bei der Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden wurden drei Vorschläge unterbreitet mit den Bürgermeistern Karl-Heinz Kandler, Kirchlauter, Bürgermeister Armin Postler (CSU), Lauter und Bürgermeister Peter Großkopf aus Baunach. Nachdem aber die ersten beiden Kandidaten sich nicht zur Wahl stellten, wares an Peter Großkopf, der mit 11 Stimmen in dieses Amt berufen wurde, während eine Stimme auf Karl-Heinz Kandler entfiel und eine Stimme ungültig war.
Neu bestimmt wurde auch der Rechnungsprüfungsausschuss. Zum Vorsitzenden wurde Erich Langhojer aus Dorgendorf und zu weiteren Mitgliedern Horst Gehring aus Kirchlauter-Neubrunn und Hildegard Weigmann aus Lauter bestellt.

Ein Rat pro 150 Anschlüsse

Zur Diskussion wurde dann auch eine Regelung gestellt, wie die Mitglieder aus den Verbandsgemeinden in die Verbandsversammlung zu entsenden seien. Die derzeitige Satzung sah vor, dass die Gemeinden je 125 angefangene Wasserentnahmestelle einen Verbandsrat stellten. Wenn die Satzung so beibehalten worden wäre, hätte sich demnächst das Verbandsgremium um je einen Verbandsrat aus Kirchlauter und Lauter vergrößert. Geschäftsführer Rupert Göller meinte, dass dies nicht beabsichtigt sei. Schon in früherer Zeit habe man die Satzung geändert, weil damals schon auf je 100 Wasserentnahmestellen ein Verbandsrat entfiel. Er schlug vor, den Schlüssel für einen Verbandsrat deswegen auf 150 Entnahmestellen zu erhöhen, damit das Gremium nicht vergrößert würde.
Dazu gab es unterschiedliche Meinungen. Mit 7:6 Stimmen beschloss die Verbandsversammlung am Ende, den Schlüssel auf 150 Wasserentnahmestellen anzuheben und damit zu gewährleisten, dass sich das Gremium nicht vergrößere. Ein Vorschlag, das Sitzungsgeld von 20 auf 25 Euro zu erhöhen, wurde mit 5:8 Stimmen abgelehnt.