Die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr stellt das höchste Abzeichen dar, das ein Jugendlicher in seiner Laufbahn in der Jugendfeuerwehr erreichen kann. Sie wird verliehen, wenn eine Gruppe zeigt, dass sie in fünf Bereichen körperlich und geistig den Anforderungen gewachsen ist. Zu dieser Herausforderung traten jetzt laut Mitteilung des Kreisfeuerwehrverbands 36 Jugendliche aus dem Haßbergkreis in Königsberg am Sportgelände an, denn dieses Abzeichen kann den Angaben zufolge nur auf Kreisebene und unter Aufsicht eines speziellen Abnahmeberechtigten durchgeführt werden.

Deshalb war, wie Andreas Franz namens der Feuerwehr mitteilt, eigens Günther Rupkalvis aus Veitshöchheim als Vertreter des Bezirksfeuerwehrverbandes Unterfranken erschienen. Mit den vier Kreisbrandinspektoren, einigen Kreisbrandmeistern und weiteren Schiedsrichtern führte er die Abnahme durch.


Zu neunt in einer Gruppe

Alle Aufgaben müssen in Gruppen mit jeweils neun Teilnehmern bewältigt werden. Da nicht jede Jugendfeuerwehr neun eigene Teilnehmer stellen konnte, wurden insgesamt vier gemischte Gruppen aus sieben Jugendfeuerwehren gebildet. Um gemeinsam üben zu können, mussten einige Termine gefunden werden.


Variantenreiche Aufgaben

Gefordert waren die Jugendlichen in t fünf Disziplinen, sowohl aus dem feuerwehrtechnischen als auch dem sportlichen Bereich. Ausschlaggebend war immer die Gruppenleistung. So zählte beim Kugelstoßen die Gesamtweite aller Teilnehmer und auch beim Staffellauf über 1500 Meter ging es nur um die Gesamtzeit. Bei der Schnelligkeitsübung war eine lange Schlauchleitung, bestehend aus acht C-Schläuchen, frei von Verdrehungen in knapp bemessener Zeit zu verlegen.

Ohne Zeitdruck war der Aufbau eines Standardlöschangriffes durchzuführen. Hier wurde vor allem Wert auf fehlerfreie und saubere Arbeit gelegt. Die letzte Disziplin bildete die Beantwortung von Testfragen. Diese waren aber nicht nur auf die Feuerwehr beschränkt, sondern gingen auch in die Bereiche Politik und Gesellschaft. Ein weiterer, ganz wichtiger Bewertungspunkt, war noch der Gesamteindruck, den die Gruppen während der Abnahme machten.


Abzeichen verteilt

Abschließend konnten die Teilnehmer aus den Jugendfeuerwehren Jesserndorf, Unterpreppach, Ermershausen, Markt Maroldsweisach, Hofheim, Prappach und Eltmann (mit Ortsteilen) von Günther Rupkalvis die begehrten Abzeichen in Empfang nehmen. Rupkalvis sprach von hervorragenden Leistungen, die trotz widriger Wetterumstände von allen Teilnehmern abgelegt wurden. Kreisbrandinspektor Peter Pfaff sagte, alle Teilnehmer, aber auch ihre Heimatfeuerwehren könnten stolz sein. Er hob die gemeinsamen Übungen im Vorfeld hervor, denn im späteren Feuerwehrdienst könnten größere Schadenslagen nur durch gemeinsames Handeln mehrerer Wehren bewältigt werden.