Mit den Versammlungen am Dienstag und Donnerstag in Gereuth und Gleusdorf hat Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) seine "Bürgerversammlungs-Tour" für das Jahr 2016 beendet. So umfangreich wie das Jahr zuvor war die Tagesordnung diesmal nicht, wie der Bürgermeister betonte. Er gab einen Überblick über die Arbeit des Gemeinderates und ging auf örtliche Themen ein.

Bei der Bürgerversammlung in Gereuth mit dem Ortsteil Buch sprach Dietz das Energiekonzept der Gemeinde an. "Durch Umstellung bei der Straßenbeleuchtung auf LED konnten wir im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr 46 000 Kilowatt einsparen", sagte er. Mit einer Fünf-Kilowatt-Photovoltaik-Anlage in Gereuth konnte zusätzliche Energie erzeugt werden, auch wenn dies von der Menge her nicht so bewegend sei.

Angesprochen wurde die seit Jahren angedachte Aussegnungshalle am Friedhof in Gereuth. "Wir werden dran bleiben und in diesem Jahr versuchen, das Projekt voranzutreiben mit dem Ziel eventuell im Jahr 2017 mit dem Bau beginnen zu können", so der Gemeindechef.

Auf den Ortsteil Buch eingehend sagte Dietz, dass die Abwasseranlage am Ortsausgang in Richtung Lichtenstein um etwa 60 Meter verlängert werden müsse, da dort ein Wohnhaus entstehen soll
Der "Panoramaweg", er verläuft im Westen zwischen Buch und Kurzewind, soll als Themenweg ausgewiesen werden. Die entsprechende Beschilderung sei förderfähig.


Leerstände nutzen

In Gereuth gebe es nur noch einen Bauplatz, sagte Helmut Dietz auf Anfrage eines Bürgers. Öffentliche Flächen für eine Bebauung seinen nicht vorhanden. Es sei auch nicht daran gedacht ein neues Baugebiet zu erschließen. Mehr Sinn macht es aus seiner Sicht, Leerstände oder Baulücken im Ortskern als Wohnraum zu gewinnen, was nicht nur für Gereuth gelte.

Bei der Bürgerversammlung in Gleusdorf in der ehemaligen Schule, die für die Ortsteile Gleusdorf und Hemmendorf bestimmt war, kündigte Dietz ebenfalls an, dass die Lampen in Gleusdorf künftig mit LED-Lampen ausgestattet werden sollen. Bisher sei dies aufgrund verschiedener Umstände noch nicht möglich gewesen.
In Gleusdorf gebe es immer wieder Probleme mit dem "Grüngut-Container" am Friedhof, sagte Dietz. "Dort werden Störstoffe festgestellt, die im Container nichts zu suchen haben und das, obwohl ein Sammelbehälter für Kunststoff aufgestellt ist." Dies führe zu hohen Sortierkosten. "Sollte keine Verbesserung eintreten, sieht sich die Gemeinde veranlasst, den Container zu entfernen", mahnte Dietz.


Nur bei Hochwasser

Ein Bürger erkundigte sich, wann das Schild "Sackgasse" am Brunnenhaus durch die Gemeinde entfernt werde. Dietz schlug vor, dass die Gleusdorfer Bürger das Schild eigenverantwortlich wegräumen und bei Bedarf (Hochwasser) wieder aufstellen sollten. Walter Schaad erklärte sich bereit, das Schild zwischenzulagern, bat aber darum, dass das Aufstellen und Abräumen des Schildes durch den Bauhof erfolgen soll.

Ortssprecher Norbert Lohneiß sprach die Verpflichtung der Grundstückseigentümer an, die von ihnen zu unterhaltenden Grundstücksanschlüsse und Grundstücksentwässerungsanlagen in Abständen von jeweils 25 Jahren ab Inbetriebnahme auf eigene Kosten prüfen zu lassen an. Kontaktdaten geeigneter Fachfirmen können bei der Gemeindeverwaltung erfragt werden.
Bei der Diskussion war man sich einig, dass es am sinnvollsten sei, diese Überprüfung für den gesamten Gemeindeteil in einer Aktion durchzuführen, um Kosten zu sparen.


Müllabfuhr

Auf die Müllgebühren angesprochen, erläuterte Bürgermeister Dietz, dass man ab diesem Jahr auch die Möglichkeit der vierwöchigen Leerung der Restmülltonne zugelassen hat. Nachdem sich der Gemeinderat gegen eine Rückübertragung der Abfallentsorgung auf den Landkreis ausgesprochen hat, regelt die Gemeinde dies weiterhin in Eigenregie. Zwar sind die Abfallgebühren des Landkreises günstiger im Vergleich zur Gemeinde, dafür biete man dem Bürger auch mehr Service.
Ein Bürger sprach auch die Parksituation in der Dorfstraße im Bereich des Friseursalons an und monierte, dass sehr häufig die Durchfahrt aufgrund parkender Fahrzeuge erschwert werde. Bürgermeister Dietz verwies darauf, dass es sich hier um eine Kreisstraße handele und die Zuständigkeit beim Kreis liegt. Ein Halte- oder Parkverbot sei hier nicht durchsetzbar.