Das Wasser des Merzbachs und des Gereuther Baches hat an den Uferböschungen genagt. Deshalb müssen einige tausend Euro investiert werden, um die Böschungen vor weiteren Abtrag zu schützen. Der Bauausschuss der Gemeinde Untermerzbach machte sich am Donnerstagnachmittag vor Ort ein Bild und beschloss Maßnahmen, um weitere Schäden zu verhindern.

Etwa 40 Tonnen Steine werden nötig sein, um das wegen Auflandung des Bachbettes teilweise versumpfte Gelände an der Ostseite des Merzbachs, zwischen dem hinteren Sportplatz des VfL Untermerzbach und dem Mühlsee, wieder trocken zu legen und weitere Versandung sowie Uferabtrag zu verhindern. "Ihr seht, durch die Auflandung wurden Böschungsteile abgeschwemmt und der Bach verlässt hierdurch seinen natürlichen Lauf, was zu der Versumpfung geführt hat", erklärte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) bei der Ortseinsicht die geplante Maßnahme.

Becken bewährt sich

Die Kosten für das benötigte Steinmaterial, einschließlich Arbeitszeit mit einem Bagger, schätzt der Bürgermeister auf etwa 2000 Euro. Davon, dass sich unweit dieser Stelle das Anlegen eines kleinen Rückhaltebeckens an der Nordseite des Mühlbachsees an der Kreisstraße HAS 54 gelohnt hat, konnte sich der Bauausschuss überzeugen.

Das Rückhaltebecken war im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße angelegt worden und dient zum einen dazu, größere Wassermengen "abzufangen". Zum anderen hat es den Effekt, dass der Erdeintrag in den Mühlbachsee gemindert wird. "Das sehen wir daran, dass das Wasser im See relativ klar ist", sagte der Bürgermeister mit Blick auf den Mühlsee.

Ein ähnliches Bild wie in Untermerzbach am dortigen Merzbach bot sich den Mitgliedern des Bauausschusses am Gereuther Bach, südlich der Ortschaft Obermerzbach. Dort sind auf einer Länge von etwa 200 Metern, wo der Obermerzbacher und der Gereuther Bach zusammenfließen und zum Merzbach werden, in südwestlicher Richtung die Uferböschungen ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.
Vor allem die Böschung zu den Wiesen hin ist teilweise ausgeschwemmt und eingebrochen. "Mit vier Tagen Baggerarbeiten und etwa 160 Tonnen Steinen dürfte dieses Problem behoben sein", so Dietz, der darauf hinwies, dass seit der Flurbereinigung vor etwa 30 Jahren an diesem Bachbett nichts mehr gemacht wurde. Verwaltungsleiter Edgar Maier hatte schnell ausgerechnet: " 6400 Euro wird uns diese Maßnahme kosten", sagte er. Das Gremium beschloss beide Maßnahmen zur Sanierung von Uferböschungen.

Der Brunnen wird saniert

Ortseinsicht nahm der Bauausschuss am Brunnen in Memmelsdorf, wo gegenwärtig noch eine Brunnenbohrfirma mit Sanierungsmaßnahmen beschäftigt ist. "Diese Maßnahme zögert sich aufgrund verschiedener Umstände hinaus und wird wohl bis Ende August dauern", so der Bürgermeister Helmut Dietz (SPD). Er führte das Gremium in das Brunnenhaus um dort im "Untergrund" die Maßnahmen näher zu erläutern. Der Brunnen ist nach den Worten des Gemeindeoberhauptes 38 Meter tief und hatte deutlichen Fremdwasser- bzw. Oberflächenwassereintritt.
Deshalb war eine Sanierung dringend notwendig um die Wasserqualität zu gewährleisten. Zudem wird eine neue Pumpe eingebracht. Auch das Umfeld des Brunnens soll sinnvoll gestaltet und mit einem Zaun umgeben werden. "Aufgrund der nicht vorhersehbaren Schwierigkeiten bei der Sanierung werden Mehrkosten von etwa 7000 Euro auf uns zukommen", stellte Dietz fest.

Straßenfreigabe

Bürgermeister Helmut Dietz wies noch darauf hin, dass am Montag, 4. August, 17 Uhr, die Kreisstraße HAS 54 zwischen Unter- und Obermerzbach offiziell freigegeben, bzw. eingeweiht wird. Hierzu sei die Bevölkerung, die infolge der Baumaßnahme monatelang Einschränkungen in Kauf nehmen musste, herzlich willkommen.