Zahlreiche Bürger aus Allertshausen waren gekommen, als die fertige "Allertshäuser Halde" vorgestellt und technisch erklärt wurde. Dazu hatte die Basalt-Actien-Gesellschaft Hartsteinwerke Bayern-Thüringen (BAG) eine Reihe von Fachleuten aufgefahren: den Leiter der Bergbauplanung Torsten Honkisch, den Leiter der fränkischen und thüringischen Steinbrüche, Michael Hinz, die Sachverständige für Böschungen, Martina Schreier aus Dresden, sowie den Geologen Christian Papelitzky. Natürlich war auch Betriebsleiter Fritz Grüner zugegen.

Nach den Ausführungen der Fachleute droht den Anliegern am Fuße des Zeilberg in Allertshausen keine Gefahr mehr. Die Rutschgefahr wurde gebannt, wie es hieß. Die Problematik lag, wie die Anwohner erfuhren, bisher in der Wasserführung, die nun kanalisiert wurde. Ein Grabensystem mit verschiedenen Rückhaltebecken leitet das Oberflächenwasser gezielt zur Weisach. Dadurch soll künftig erreicht werden, dass die Häuser in Allertshausen am Fuße des Zeilberg trocken stehen. Die zunächst allzu steilen Böschungen der Halde wurden auf einen Winkel von 26 Grad verflacht und der Untergrund teils erneuert und drainiert. Jetzt soll die Böschung begrünt werden.

Der Abbau geht weiter


Der Basaltabbau auf dem Zeilberg wird schon seit über 120 Jahren betrieben und soll nach Aussage der BAG-Leute noch weitere Jahrzehnte erfolgen. Jährlich werden zurzeit rund eine Million Kubikmeter im Basalttagebau abgebaut, aber mit rückläufiger Tendenz, wie dem Bauausschusss erklärt wurde. Die tiefste Sohle im Bruch liegt bei 371 Metern.

Auf dieser Ebene können den Angaben zufolge noch bis zu 15 Millionen Kubikmeter Basalt geschürft werden, was in einem Zeitraum von 15 Jahren geschehen dürfte. Sollte man einmal tiefer gehen, erklärten die Fachleute, falle dann kaum Abraum an. In den nächsten Jahren soll der anfallende Abraum im zentralen Bereich der Allertshäuser Halde abgelagert werden.

Nach Beendigung der gesamten Arbeiten im neuen Bereich erhält der Zeilberg eine Höhe um die 470 Metern. Damit die Besucher des Steinerlebnisweges über die neue Halde aufgeklärt werden, sollen Schautafeln erstellt werden.

Die Gläser im Schrank wackeln


Ein weiteres Problem sprachen die Allertshäuser an, die Zeiten der Sprengung. Eine Anwohnerin meinte, "wenn gesprengt wird, reißen die Fliesen im Haus und die Gläser im Schrank wackeln". Dies konnten die Betreiber des Steinbruchs nicht nachvollziehen, denn die Messergebnisse würden weit unter dem erlaubten DIN-Wert liegen.
Ihrer Meinung nach liegen, wie sie im Gespräch deutlich machten, hier andere Gründe vor, die zu Schädigungen an den Häusern führen würden.