"Untermerzbach ist das Eingangstor zu den Haßbergen", sagt Hubertus Fromm, langjähriger ehemaliger Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Untermerzbach. Und dieses Tor sollte nun für Besucher aus Oberfranken optisch wahrnehmbar werden.
Deshalb baute der Verein im Bereich der Grünschnittdeponie am Ortseingang aus Richtung Kaltenbrunn (Gemeinde Itzgrund) kommend ein mit Sandsteinfindlingen eingefasstes Rondell, liebevoll bepflanzt mit zahlreichen Gewächsen und Schildern aus Schiefer, auf denen die Namen der Pflanzen vermerkt sind. Auch ein Insektenhotel fand seinen Platz an diesem Standort.

Bereicherung fürs Dorf

Am Montagabend präsentierten Mitglieder des Vereins mit ihren Vorsitzenden Norbert Scheichenost das fertige Werk. Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) war ebenfalls im grünen T-Shirt des Gartenbauvereins gekommen. "Ich bin ja einer von euch, einer, der auch Mitglied im Obst- und Gartenbauverein ist", sagte Dietz. Voll des Dankes war der Bürgermeister für das Geleistete und das fertige Werk. "Ich meine dieses Rondell ist eine Bereicherung der Ortsgestaltung und passt gut an dem Ortseingang hin", so Dietz.

An diese Stelle wurde auch eine Linde verpflanzt, die vor einigen Jahren am Bürgerzentrum "Komm" in Untermerzbach weichen musste. Mit Findlingen, die vom Hochbehälter stammen, habe man das Rondell eingefasst und diese so bewahrt. "Das ist ein Werk das sich sehen lassen kann, und zudem ist es noch informativ, sind doch die Gewächse beschriftet", freute sich Helmut Dietz.

Mit den Findlingen begann's

Großen Anteil an dem Geschaffenen hat Hannelore Lieb, die Zweite Vorsitzende des Gartenbauvereins. Sie brachte die "Steine ins Rollen", als sie die Idee hatte, die Findlinge zum Eingang der Grünschnittdeponie zu bringen und dort etwas zu gestalten. Mit ihrer Idee ging sie zur Gemeinde, wo man dem Ansinnen aufgeschlossen war.

Mit Hilfe des Bauhofes und des dortigen Vorarbeiters Hubert Müller wurde das Projekt angegangen, die Findlinge kreisrund verlegt und mit Erde zu einem Hügel aufgeschüttet. "Ableger, Pflanzen und Blumenzwiebel wurden zuhauf gespendet, diese angepflanzt und fest gegossen", sagte Hannelore Lieb. Anton Reiter und Erhard Büchner schufen Sitzgelegenheiten und bauten das Insektenhotel. Etwa 15 waren bei den Arbeiten fleißig dabei, und die Leute mit dem "grünen Daumen" freuen sich jetzt über das blühende Werk.