Über 30 Hellinger waren zur Bürgerversammlung ins Sportheim gekommen. Nach der Vorstellung der Finanzzahlen aus dem Jahr 2015 um die Schuldensenkung um fast 50 Prozent seit 2013 wie auch der Haushaltszahlen für das aktuelle Jahr betonte Bürgermeister Claus Bittenbrünn, dass "nichts desto trotz weiter gespart werden muss. Es geht leider nicht, dass wir wieder damit anfangen können, alles Mögliche machen zu können."

Für Diskussionsstoff sorgte einmal mehr die Ortsdurchfahrt. Wie der Bürgermeister informierte, stehen kommende Woche im Kreisbauhof die Planungen zur Sanierung der Kreisstraße HAS 6 an. Neben einer neuen Asphaltierung will die Stadt Königsberg demnach auch über geschwindigkeitsbremsende Verkehrsinseln an beiden Ortseinfahrten beraten. Der Beginn der Baumaßnahmen werde allerdings nicht vor 2017/2018 erwartet. Der Hellinger Charly Bult, Mitglied der Offenen Hellinger Liste (OHL), äußerte die Hoffnung, dass die Baumaßnahmen rechtzeitig zur 1200-Jahr-Feier Hellingens im Jahr 2024 abgeschlossen sind.


Parkende Lkws sorgen für Ärger

Auch um das geplante 17 000 Quadratmeter große Logistikzentrum der "Fränkischen" an der Hellinger Straße entwickelte sich schnell eine Diskussion, und zwar bezüglich der Parkplätze stadtauswärts nach Hellingen. "Wenn das so weitergeht, brauchen wir bald eine fünfspurige Straße" rief ein Bürger in die Runde. Die meisten Teilnehmer signalisierten ihren Ärger über parkende Lkws, die oftmals einen Teil der Straße in Anspruch nehmen. Bittenbrünn zufolge soll sich die Parkproblematik nach der Fertigstellung des Logistikzentrums entschärfen. In Zukunft sollen zehn bis 15 Lkws innerhalb des Firmengebäudes abgestellt werden können.

Der Bürgermeister hatte zuvor informierte über die geplanten Maßnahmen in der gesamten Gemeinde wie die Kottenbrunner Dorferneuerung (193 000 Euro), den Anschluss von Junkersdorf an die Gemeinschaftskläranlage samt Ortsnetzsanierung (2,2 MillionenEuro), die Gewässerrenaturierung am Sennachgraben (133 000 Euro) und die Erschließung der Bauplätze in Römershofen (110 000 Euro) informiert.


Friedhof soll verschönert werden

Für die Verschönerung des Friedhofes in Hellingen hatte Bittenbrünn einige Ideen im Gepäck. Die geplante Umgestaltung mit Urnengräbern, weiteren Bäumen und Sitzbänken, Plattenbelagssanierung vor der Leichenhalle und Grundreinigung der restlichen Wege, einem neuen Hochkreuz und der Überlegung, die Hecke zwischen den Gräbern zu entfernen, stieß auf große Zustimmung. Die Befürchtung, dass der Friedhof ohne Hecke "dann sehr nackert aussieht" soll nach Ostern vor Ort mit dem Bürgern und Kreisfachberater Johannes Bayer diskutiert werden.

Der Feuerlöschteich "Hellinger Bechen" soll den Worten des Bürgermeisters zufolge in diesem Jahr als Schwimmteich erstrahlen. Ein neuer Zaun werde angebracht, die lockeren Steine befestigt, auch der Beton soll ausgeschalt werden. Das zukünftige "Freibad Hellingen" bekommt auch ein Edelstahlgeländer im flacheren Bereich für eine zusätzliche Nutzung als Tretbecken.

Angesprochen darauf, dass die Glascontainer hinter dem Feuerwehrhaus unfachgemäß genutzt würden - "Immer wieder gibt es Scherben auf dem Boden" - bat Bittenbrünn die Bürger darum, sich auf eine alternativen Stellplatz zu einigen.


Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel gewünscht

Auf deren Wunschliste ganz oben steht offenbar immer noch die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel - ohne dass der Bürgermeister ihnen Hoffnung auf eine baldige Lösung machen konnte: "Wir wollen es wirklich und waren schon im Landratsamt", aber bisher fehle eine Reaktion. Für Andreas Reetz (OHL) sollte es "kein Problem sein, die bestehende Linie ohne großen Aufwand zu ändern". ein Bus fahre zwischen Haßfurt und Königsberg nur vier Minuten und 1,2 Kilometer mehr, wenn Hellingen berücksichtigt werde.

Reetz vermisst auch einen Plan, wie man "nach und nach unser Dorf umgestalten und schöner machen" könne. "Wir reden und reden nur."