Etwas verloren wirkte der Rentweinsdorfer Gemeinderat bei seiner Sitzung. Ein kleines Häufchen Ratsmitglieder tagte im großen Marktsaal. Doch der Grund für die Wahl des Tagungsortes war schnell erklärt: Einen neuen Anstrich soll der Saal bekommen, so wünschte es sich auf jeden Fall das Gremium.

Zügig einigte man sich darauf, Angebote bei entsprechenden Firmen einzuholen, um den gut frequentierten Marktsaal wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Die Monate Mai oder August wurden hierfür angedacht, da während dieser Zeiten bis jetzt so gut wie keine Reservierungen vorliegen.

Neues Wartehäuschen

"Wer bekommt was und wie viel", war auch danach das beherrschende Thema. So darf sich der Gemeindeteil Sendelbach über ein Buswartehäuschen mit Pultdach freuen, dass im Überschwemmungsgebiet der Baunach errichtet werden soll. Hierfür wird für 750 Euro eigens eine statische Berechnung von der Firma Lang Ingenieure aus Ebermannstadt erstellt, um sicher zu gehen, dass vom Gebäude keine negativen Auswirkungen für den Hochwasserabfluss zu erwarten sind. Denn: "Wenn es weggeschwemmt wird, wer übernimmt die Schuld?", gab Bürgermeister Willi Sendelbeck (SPD) zu bedenken.

Der Bauhof wird damit beauftragt, die Fläche zur Aufstellung samt Fundamenten herzurichten und anzupflanzen. Zimmer- und Dachdeckerarbeiten wird die Firma Waiblinger in Ebern übernehmen. Auftragsvolumen: cirka 4900 Euro.

Nicht ausgekoffert werden soll sowohl in der Siedlungs- als auch in der Bahnhofsstraße,. Stattdessen sollen nur die Teerdecken der maroden Straßen erneuert werden, damit "die Anwohner nicht nochmal zahlen müssen," nimmt Sendelbeck sie aus der Pflicht.

Kripo Schweinfurt berät

Wie sichert man einen Bauhof? Stiller Alarm? Bewegungsmelder? Man fürchtet, dass es auch Langfinger auf den Plan ruft, wenn einmal alle Maschinen und Geräte Einzug gehalten haben. Die Kripo Schweinfurt soll Aufschluss geben, wie man sich am besten vor Dieben schützen kann, denn "je größer die Gefahr, desto höher die Kosten," so der Gemeinderat.

Das gewünschte Tor für die Gräfenholzener Freizeitkicker sei bereits eingetroffen und müsse nur noch ausgeliefert werden, informiert Sendelbeck. Ferner werde das Friedhofskreuz in Salmsdorf wieder gerichtet.
DSL ist ein Thema, dass das Gremium ebenfalls in Atem hält. Der Bürgermeister verwies alle Ratsuchenden auf den zuständigen Sachbearbeiter Dirk Suhl bei der Verwaltung in Ebern. Das Ganze verlaufe "sehr zäh" und man habe hier schon ganze 128 000 Euro investiert, rief er nochmals in Erinnerung.

Dauerparker am Friedhof

Dauerparker am Friedhof - um dieses leidige Thema kümmerte sich der Rentweinsdorfer Rat ebenfalls und es wurde beschlossen, hier ein Schild mit dem Hinweis: "Nur für Friedhofsbesucher" aufzustellen.
Am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", will man sich in diesem Jahr nicht beteiligen, so jedenfalls der Tenor des Gremiums.

Dagegen werde man für das Spielmobil, das vom 31. Juli bis zum 2. August an der Schule stehen soll, einen, wenn auch geringen, Obolus entrichten.