"Man meint gar nicht, dass Sie eine erfolgreiche Autorin sind, wenn man Sie so sieht", meinte Irmgard Schneider. Diesen Eindruck der unkomplizierten und freundlichen Frau von nebenan bestätigte die Autorin, die bereitwillig alle Fragen ihrer Fans beantwortete.
Beim Einstieg in die eigentliche Autorenlesung aus dem Krimi "Was dunkel bleibt", kündigte sie an: "Wenn Sie nach Hause gehen, werden Sie erst mal alle Passwörter ändern." Der Krimi spielt im Hacker-Milieu und gibt beängstigende Einblicke in die Möglichkeiten der virtuellen Kriminalität. Auf die Idee zu diesem Roman kam Friederike Schmöe bei einem Autoren-Workshop mit einem Hacker. Bei aller dichterischen Freiheit müssen schließlich die technischen Details stimmen, wenn man einen erfolgreichen Krimi schreiben will. Deshalb nutzt Schmöe auch gern die Zusammenarbeit mit der Polizei, der ebenfalls daran gelegen ist, dass das Vorgehen der Krimi-Ermittler nahe an der Realität liegt, wie die Zuhörer erfuhren.
Gebannt lauschten die Gäste der lebendigen Lesart der Autorin - die natürlich an der spannendsten Stelle abbrach und gleich neugierig machte auf ihr neuestes Werk "Rosenfolter". "Das ist der Krimi zur Landesgartenschau", erklärte Friederike Schmöe, als wäre es ganz selbstverständlich, die beiden Themen zu verbinden. Aber schließlich ist der Gärtner als Mörder ja der Klassiker. Die Bücher fanden am Freitag reißenden Absatz.
Maria Klein dankte der Autorin für den spannenden Abend, den Ritz und Volkshochschule in Kooperation vorbereitet hatten. "Ich komme gerne wieder", versprach Friederike Schmöe.