Die Neuwahl des Ersten Bürgermeisters ist in der Stadt Königsberg notwendig geworden, weil der im Frühjahr gewählte Uwe Beck (CSU) aus gesundheitlichen Gründen den Rücktritt erbeten hatte. Der Stadtrat entsprach dem Antrag Becks, und damit wurde die Wahl des Ersten Bürgermeisters der Stadt Königsberg auf den 12. Oktober terminiert. Im Moment sieht es noch ganz danach aus, dass außer Claus Bittenbrünn, aktuell Zweiter Bürgermeister, kein weiterer Kandidat antreten wird. Alle im Stadtrat vertretenen Fraktionen CSU, SPD und OHL (Offene Hellinger Liste) haben im Vorfeld angekündigt, keinen Gegenkandidaten aufzustellen. Somit dürfte Claus Bittenbrünn von der FWG Königsberg als einziger Kandidat zur Wahl stehen.

Rücktritt von Uwe Beck

Claus Bittenbrünn leitet als Zweiter Bürgermeister der Stadt seit dem Rücktritt von Uwe Beck zur Zufriedenheit aller die Amtsgeschäfte. Anerkennung dafür wurde ihm auch in der Nominierungsversammlung in Junkersdorf zuteil, wo die Mitglieder der FWG zusammen gekommen waren. Unter dem Vorsitz des stellvertretenden Landrats Oskar Ebert (Wählergemeinschaft) wurde Bittenbrünn einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten nominiert.

Bittenbrünn ist sich der Verantwortung bewusst und skizzierte sein Aufgabenfeld. Er betonte, es sei ihm bewusst, dass die Aufgabe nicht leicht sei. Er sei aber bereit, seine ganze Kraft dafür einzusetzen. Er habe keine Angst davor, zumal die Zusammenarbeit im Stadtratsgremium mit allen Fraktionen sehr positiv verlaufe. Sein Ziel sei, mit den vorhandenen finanziellen Mitteln möglichst viel für Stadt und Bürger zu bewerkstelligen; dabei sollten die Bürger nicht über Gebühr belastet werden. Die Stadt sei auf die Mithilfe der Bürger angewiesen. Er wolle ihnen "klaren Wein" einschenken bei regelmäßigen Bürgerversammlungen und Sprechstunden.

Funktionierende Stadtverwaltung

"Die Bürger müssen sich mehr mit ihrer Stadt identifizieren können. Sie sind die Stadt, und ich als Bürgermeister kann dabei mitwirken, helfen und meinen Teil an ,Antrieb‘ leisten", betonte er. Dazu gehöre eine funktionierende Stadtverwaltung. Hier müsse noch viel sensibilisiert werden, um den Bürgern zu vermitteln, dass die Verwaltung für sie da sei und nicht umgekehrt.

Er könne es aber auch nicht immer allen Bürgern recht machen. Auch in solchen Fällen könne und müsse man über das Problem reden - vorher und nicht nachher. Bittenbrünn wünschte sich für den 12. Oktober eine hohe Wahlbeteiligung.