Dieses Suchspiel gewinnt immer mehr Freunde. Fotografen wie Mitmacher verknüpfen sich - vernünftig - übers soziale Netzwerk. Dass es Ebern viele Fotofreunde gibt, zeigte sich am Samstagabend in der Rathaushalle Mit einem bewegenden und spannenden Audiovisions-Vortrag wurden die Mitglieder des Foto-Creativ-Kreises (FCK) vorgestellt und die Ausstellung eröffnet.

Alle drei Jahre stellt der FCK in der Rathaushalle seine schönsten Werke aus. Steffen Schanz, Vorsitzender des FCK, ist begeistert: "Das Rathaus gibt es selten so bunt. Je mehr Mitglieder, desto bunter und vielfältiger ist die Ausstellung."

Nicht nur mit teuren Spezialkameras lassen sich tolle Bilder machen, auch mit einfachen Handykameras kann man mittlerweile ansehnliche Fotos schießen. Der FCK startete deshalb einen Fotowettbewerb, bei dem die besten Handybilder gesucht wurden.

Eichhörnchen bringt Glück


Steffen Schanz prämierte die besten Bilder, denen nicht anzumerken war, mit welchem Medium diese aufgenommen wurden. Unter den Jugendlichen ging der dritte Preis an Nina Bortenlänger mit dem Bild eines Hundes. Den zweiten Platz belegte Tina Weinfurtner mit einer in Sand gemalten Blume und der erste Platz ging ebenfalls an Nina Bortenlänger, die mit ihrem Handy ein Eichhörnchen bildlich festgehalten hat.

Bei den Erwachsenen gab es zwei dritte Plätze, die Stefan Müller mit den Bildern "Kneipe" und "Wespe" belegte. Auch zwei zweite Preise wurden vergeben an Ulrich Kuhn, mit eindrucksvollen Naturbildern. Sieger war FT-Redakteur Eckehard Kiesewetter, der mit seinem Handy eine Szene am Meer fotografierte.

Alle Sieger erhielten Sachpreisen, die sie für ihr Hobby, das Fotografieren, gut einsetzen können.
Anschließend machten sich die Besucher während des spannenden, knapp einstündigen Audiovisioins-Vortrag ein Bild von der vielseitigen Arbeit des Foto-Creativ-Kreises und dessen Mitglieder. Fotos aus den Anfangszeiten wurden ebenso gezeigt, wie aktuelle Veranstaltungen und die Fotoreisen, die vom Verein organisiert wurden.

Zeitreise durch Vereinsgeschichte


Mit passender Musik wurden die Besucher auf eine Zeitreise durch das Leben des FCK mitgenommen. Höhepunkt waren die beeindruckenden Fotografien der einzelnen ca. 20 aktiven Mitglieder, die Situationen zeigen, die die Mitglieder erlebt und festgehalten haben. Jeder hat seinen eigenen Schwerpunkt und so war die Vorführung abwechslungsreich und kurzweilig.

Gezeigt wurden z.B. Portraits, Babyfotos, Landschaften, Technik, Natur, Tiere, Heimatbilder und Bilder verschiedener Länder und Städte wie z.B. Namibia, Pakistan, Mumbai, USA, London, Venedig, etc. Dabei wurden nicht nur die typischen Touristenmotive festgehalten, sondern das reale Leben vor Ort. "Es ist die Realität, auch wenn sie nicht so schön ist", kommentiert Schanz. Der Vortrag war ein bewegender Farbrausch und zeigte in sehr eindrucksvoller Weise die schönen Ergebnisse des FCK. "Es sind Emotionen pur auf den Fotos", betont Schanz.

Ehrung für Siegfried Badstübner


Eines der ersten Mitglieder des FCK war Siegfried Badstübner, der in diesem Jahr für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Er ist ein Fotograf mit Leib und Seele, allerdings nach wie vor im analogen Bereich. "Ich habe keinen Draht zur Technik", gesteht er und so kommt die Digitalkamera, die er sich schließlich doch zulegte, nur selten zum Einsatz. Mit seiner analogen Kamera, was für viele aus der jüngeren Generation kaum mehr vorstellbar ist, hält er dafür umso spannendere Situationen auf seinen Fotos fest.

Bei seinen Motiven ist Badstübner nicht festgelegt: "Am besten ist etwas Spannendes, Verrücktes, Augenblicke. Besser sind Bilder aus dem Leben heraus als gestellte Posen".

Das bestätigt auch Schanz in seinem Audiovisions-Vortrag: "Sigi ist ein echter Situationsfotograf. Er ist ein Fotograf, der in jeder Situation den besten Moment erwischt. Er kann aus kleinen Situationen große Bilder machen."

Fotograf und Poet


Neben der Fotografie ist auch das Dichten eine Leidenschaft von ihm. Beide Hobbys hat er geschafft zu verbinden, in dem er sich zu seinen Bildern Gedanken macht und Reime dazu verfasst. Oder ihm fällt ein Gedicht ein und es fehlt noch das passende Bild dazu. Hauptsächlich lustig und humorvoll sollen seine Kombinationen aus Bild und Reim sein. Wie genau diese Kombination aussieht, wird er am Mittwoch um 19.30 Uhr in seinem Audiovisions-Vortrag vorstellen.