"Prietenia", Freundschaft, heißt das Kinderhaus, das Julia bei den Reisen besonders in Erinnerung geblieben ist. Nach dem Prinzip der SOS-Kinderdörfer werden hier zehn bis elf Kinder von Hauseltern betreut. "Wir wollen mit unseren Projekten lieber klein aber fein helfen", so Kastner.

Guter Start ins Leben

Die Kinder aus "Prietenia" erhalten einen für Rumänien idealen Start in ein selbstbestimmtes und beruflich erfolgreiches Leben. Sozialwaisen sind sie meist, die Eltern sind so arm, dass sie ihre Kinder nicht großziehen können. Bei ihren Hauseltern haben sie nicht nur Unterkunft und Verpflegung, sie erhalten auch Unterricht.

Ganz anders sieht die Lebensrealität der Teenager aus, die im Dezember in der Pfarreiengemeinschaft Main-Steigerwald das Sakrament der Firmung empfingen. Zum Abschluss der Firmlingszeit findet immer ein Jugendgottesdienst in der Wallfahrtskirche Maria Limbach statt, und nach dem Gottesdienst trifft man sich noch auf ein Spezi und einen Imbiss. Diese Bewirtung übernahmen die sechs Limbacher Firmlinge mit Unterstützung ihrer Eltern.

Julias Vorschlag fand Freunde

Als es darum ging, welchem sozialen Zweck der Erlös von 100 Euro zukommen soll, erzählte Julia von Rumänien und dem Kinderhaus. Es gab noch andere Vorschläge, "aber meiner hat sich durchgesetzt", strahlte sie übers ganze Gesicht, als sie mit Miriam Baum und Lukas Bauer das Geld an Susanne Kastner überreichte.

100 Euro seien nicht sehr viel, meinte Julia, doch laute das Motto der Rumänienhilfe schließlich "Wenn Viele viele kleine Schritte tun, können wir das Gesicht der Welt verändern". Das unterstrich auch Kastner, denn wenn viele Menschen spenden, könne viel erreicht werden.

Außerdem seien 100 Euro in Rumänien durchaus eine Summe, mit der etwas bewegt werden kann. Sie freute sich über das Engagement der Firmlinge, das beweise, dass Jugendliche sehr wohl sozial und politisch interessiert sind.