Am Mittwoch wurden in der Rathaushalle in Ebern acht langjährige und verdiente Feuerwehrleute aus dem Stadtgebiet Ebern vom stellvertretenden Landrat Michael Ziegler (CSU), Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und Kreisbrandinspektor Thomas Habermann geehrt. Zuvor fand in der katholischen Kirche ein ökumenischer Gottesdienst statt.


Respekt vor der Arbeit

Pater Rudolf Theiler zollte den Wehrleuten für deren Arbeit Respekt, helfen sie doch Menschen in Not und schützen Hab und Gut ihrer Mitbürger. "Kraft entsteht durch Gemeinschaft und durch den christlichen Glauben", sagte der Geistliche. Die Lesung hielt der federführende Kommandant der Feuerwehr, Michael Wüstenberg. Pfarrer Bernd Grosser sagte in seiner Predigt, dass es der größte Wunsch aller Menschen sei, in Freiheit und Frieden zu leben. Mit dem Hinweis auf Kriegsflüchtlinge sagte er, dass man daran ersehen könne, wie gut es uns ginge. "Frieden beginnt im Nahbereich und durch Übernahme eines Ehrenamtes kann Dankbarkeit ausgedrückt werden. Sie als Feuerwehr sind mit ihrem Dienst Friedensstifter erster Güte." Um anderen zu helfen verzichte man auf sehr viel Freizeit, bei Aus- und Fortbildung, bei Übungen und vor allem bei Einsätzen wo die Feuerwehr gefordert sei. "Sind wir froh, dass es bei uns ein gutes Alarmierungssystem gibt, dass wir sie als Helfer in vielen Notlagen haben, wir sind ihnen zu Dank verpflichtet", so Pfarrer Bernd Grosser. Er rief die Feuerwehrleute auf im Gebet auch alle ihre Kameraden einzuschließen und im Glauben an Gott Kraft für ihren Dienst zu schöpfen.
Unter den Klängen des Kirchenchors des Blasorchesters Ebern, welcher auch den Gottesdienst musikalisch begleitet hatte, ging es von der Kirche zum Rathaus. In der dortigen Halle hieß Bürgermeister Jürgen Hennemann die Feuerwehrkameraden willkommen. Er entschuldigte Kreisbrandrat Ralf Dressel.

"Wie wir alle wissen, hat es in den letzten Tagen Turbulenzen gegeben, deshalb einigten wir uns, dass der Kreisbrandrat dieser Veranstaltung fernbleibt", sagte Hennemann und verwies damit auf die Abberufung des KBM Achim Baiersdorfer durch den Kreisbrandrat. Klärende Gespräche seien hier noch zu führen. Hennemann hatte einen Blick in die Chronik geworfen und festgestellt, dass es im Jahr 1883 auch schon Probleme bei der "Obrigkeit" der Feuerwehr gegeben habe. Hennemann würdigte die Arbeit der Wehren und bekundete, dass die Stadt für die notwendige Ausstattung Sorge trage. Er dankte allen und freute sich, dass langjährige Mitglieder der Wehr ausgezeichnet werden können.


Besonderer Tag

"Der Florianstag ist ein besonderer Tag und er ist geeignet, Auszeichnungen für Feuerwehrleute vorzunehmen", sagte stellvertretender Landrat Michael Ziegler. Sie hätten sich um das Gemeinwohl verdient gemacht. "Sie denken nicht nur an sich, sondern an ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger." Der Staat könne es nicht schaffen, die ehrenamtliche Tätigkeit der Wehrleute selbst in die Hände zu nehmen. Einsatz und Mut für andere könne man nicht verordnen, das müsse aus eigener innerer Überzeugung kommen, sagte Ziegler. Dem Landrat aber auch ihm brenne es auf den Nägeln, die Feuerwehr infolge des demografischen Wandels so zu strukturieren, dass einsatzfähige Wehren und Gruppen vorhanden seien. Ziegler verwies darauf, dass es an erforderlichen Gruppenstärken fehle, aber auch teilweise an Kommandanten.
Er forderte auf, mitzuhelfen zukunftsfähige Strukturen bei den Feuerwehren zu schaffen. Kreisbrandinspektor Thomas Habermann überbrachte den Feuerwehrjubilaren die Grüße von Kreisbrandrat Ralf Dressel. "Als ich bei der Feuerwehr eingetreten bin, hattet ihr schon einige Jahre Dienst auf dem Buckel", sagte zu seinen zu ehrenden Kameraden. Was in der Feuerwehr zähle, sei die Bereitschaft mitzumachen, da zu sein, wenn man gebraucht werde. "Da muss vieles in der Familie zurückstehen, weshalb ich in meinen Dank an euch auch eure Familien mit einbeziehe", so Habermann.


Ehrungen

Seit 25 Jahren sind Jürgen Porzner und Alfons Schmitt, beide Unterpreppach, Mario Winkelmann, Heubach, Karl-Peter Göttel, Reutersbrunn und Marko Hager, Jesserndorf, dabei. Bereits 40 Jahre leisten aktiven Dienst, Burkhard Schmitt, Unterpreppach, Klaus Gemmer, Eyrichshof und Rudolf Meißner, Weißenbrunn. Sie erhielten Urkunden und Ehrenzeichen des bayerischen Innenministeriums und Präsente der Stadt Ebern.