Fast so geschichtsträchtig wie Königsberg selbst ist auch das Pfingstfest. Doch erst nach 1848 bekam das ursprüngliche Pfingstfest mit der Gründung der Bürgerwehr und deren jährlichen Auszügen an Pfingsten einen neuen Anlass und sein heutiges Gepräge. Das Pfingstfest ist eine Veranstaltung für die ganze Familie. Darauf legen die Veranstalter großen Wert.

Von Freitag vor Pfingsten bis einschließlich Dienstag nach Pfingsten sorgen auf dem Festplatz viele Fahrgeschäfte für viel Vergnügen. Neu ist in diesem Jahr das "Super-Hupferl".

Das Pfingstfest einläuten wird am Freitagabend im Bierzelt der TV Königsberg. In Zusammenarbeit aller Abteilungen werden die Gäste durch Mitglieder des Turnvereins bewirtet. Bürgermeister Claus Bittenbrünn wird um 19.30 Uhr das erste Bierfass anzapfen und das Pfingstfest offiziell eröffnen. Wieder mit von der Partie sind die "Frankenräuber", die für die Stimmung im Bierzelt sorgen werden.

Viele tolle Angebote gibt es am Samstag, 3. Juni, beim Schnippeltag auf dem Festplatz. Nachdem diese Aktion in den letzten Jahren so gut angenommen wurde, wird sie wiederholt. Die Gutscheine finden sich in allen Tageszeitungen. Diese ausschneiden und mitbringen und richtig sparen! Die Sonderpreise gelten am Samstag zwischen 15 und 19 Uhr.


Brillantfeuerwerk am Abend

Höhepunkt am Samstag wird das Brillantfeuerwerk sein, welches am Abend - abgeschossen vom Schlossberg - das Städtchen und den Festplatz zu seinen Füßen in das gleißende Licht der Raketen und Leuchtkugeln tauchen wird. Unter dem Motto "Tanz der Funken" gibt es zum ersten Mal ein Musikfeuerwerk zum Pfingstfest. Das Spektakel beginnt um 22.30 Uhr.

Nicht so laut wird es am Sonntagvormittag zugehen, an dem ab 11 Uhr auf dem Marktplatz die Blaskapelle aus Hofstetten und der Fanfaren- und Spielmannszug aus Hofheim die Zuhörer angenehm unterhalten werden.
Einen besonderen heimatlichen Charakter erhält das Pfingstfest am Pfingstmontag. An diesem Tag findet am frühen Morgen auf dem Schlossberg am Kriegerehrenmal ein ökumenischer Gottesdienst statt. An diesen schließt sich im Burghof der ehemaligen Stauferburg ein Frühschoppen an. Musikalisch unterhalten werden die Besucher dabei vom Posaunenchor Königsberg.

Höhepunkt des Pfingstfestes für die Einheimischen ist aber der Pfingstdienstag: An diesem Tag, an dem in Königsberg zusätzlich Feiertag ist, werden die Bürger schon früh am Morgen durch Böllerschüsse und das Trommeln der Bürgerwehrtamboure geweckt. Um 8.30 Uhr versammeln sich dann die wehrfähigen Männer der Stadt auf dem Marktplatz zum Auszug der Bürgerwehr. "Bewaffnet" sind sie mit einem blumengeschmückten Gewehr oder Spazierstock und warten vor dem Rathaus auf das Eintreffen der Bürgerwehrfahne. Auf das Revolutionsjahr 1848 geht diese Tradition zurück. Und noch heute, 169 Jahre später, erfolgt dieser Auszug nach den Regeln und Kommandos aus der damaligen Zeit.


Totengedenken

Bis zum Eintreffen der Fahne, die von der Fahnensektion begleitet wird, werden noch einmal Gewehrgriffe, Drehungen und Wendungen geübt. Bevor die Bürgerwehr dann durch die Altstadt hinaus zum Festplatz marschiert, senkt sich die Bürgerwehrfahne mit dem "Lied vom Kameraden" zum Totengedenken.

Die musikalische Begleitung auf dem Marsch hinaus zum Bleichdamm liegt in den Händen der Musikkapelle aus Michelau. Unterwegs erweist die Bürgerwehr dem Bürgermeister der Stadt ihre Referenz, indem sie im Stechschritt am Marktplatz an ihm vorbei marschiert. Dieser Bürgerwehrauszug ist ein imposantes Ereignis, welches sich lohnt anzuschauen, denn in Königsberg gibt es die einzige noch seit 1848 bestehende Bürgerwehr, die seitdem-abgesehen von wenigen Jahren während der beiden Weltkriege-ununterbrochen jedes Jahr an Pfingsten mit ihrem Auszug ihre Tradition am Leben hält.

Höhepunkt des Auszuges ist der Vorbeimarsch an Hauptmann Manfred Barfuß auf dem Festplatz. Im Stechschritt marschieren erst die einzelnen Züge und zum Schluss die ganze Kompanie am Hauptmann vorbei. "Wegtreten ins Bierzelt!", heißt es dann am Ende des Ausmarsches. Den ganzen Tag über knallen auf dem Schießstand der Bürgerwehr am Fuße des Schlossbergs die Kleinkalibergewehre, um den besten Schützen des Kommandos und der Mannschaft zu ermitteln. Dem Sieger wird am Abend ein wertvoller Preis überreicht. Für ein Jahr darf er auch die Schützenkönigskette der Bürgerwehr tragen.


Das Programm des Pfingstfestes

Freitag, 2. Juni,
18.00 Uhr Festplatzbetrieb
19.30 Uhr Eröffnung im Bierzelt mit Unterhaltungsmusik und Fassanstich durch den Bürgermeister Claus Bittenbrünn. Im Festzelt: "Franken Räuber"

Samstag, 3. Juni,
15 Uhr Schnippeltag,
Gutscheine ausschneiden und bis 19 Uhr sparen.
Ab a. 22.30 Uhr "Tanz der Funken", großes Musikfeuerwerk Im Festzelt: "Die blauen Zipfel"

Sonntag, 4. Juni,
10 Uhr Gottesdienste in der Marienkirche und der. St.-Josefs-Kirche.
11 Uhr Standkonzert auf dem Marktplatz mit der Blaskapelle
Hofstetten und dem Spielmannszug Hofheim.
Im Festzelt: Blaskapelle Hofstetten ; abends "Blech Blasn... volles Rohr!"

Montag, 5. Juni,
8.30 Uhr Ökumenischer Gottesdienst auf dem Schlossberg.
ab 9 Uhr Frühschoppen im Burghof mit Heimattreffen der
ehemaligen Königsberger.
Im Festzelt: "Die Schwarzier Buam"

Dienstag, 6. Juni,
8.30 Uhr Auszug der Bürgerwehr 1848 ab Marktplatz.
Im Festzelt: Weißwurstfrühstück, Heimatkapelle Michelau