Die Stadt Zeil lud ein und viele, viele kamen zur "Fasenacht für Junggebliebene", zum Seniorenfaschingsnachmittag in das Rudolf-Winkler-Haus. Wer eine Büttensitzung der Zeiler Narrenzunft (ZNZ) verpasst hatte, der konnte nochmals einige Höhepunkte erleben, so Pfarrer Michael Erhart mit seiner Rede "Ein Minion", in der er die Frauenpower in seinem Umfeld ansprach. Resi (Christiane Garreis) und Babett (Susanne Wolfschmidt) waren nochmals in Zeil unterwegs, und versprühten als Ratschweiber viel Lokalkolorit.

Geschenk vom Bürgermeister

Jessica Leisentritt, Tochter von Maria Augusta Leisentritt und Enkelin von Ehrenbürger Ludwig Leisentritt, zeigte einen bezaubernden Solo-Gardetanz. Gisela Brecht freute sich sehr über eine Stirnlampe, die ihr Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) schenkte: "So 'ne Leuchtfunzel ist doch geil, da kann man jetzt im Dunkel gehen, so auf dem Radweg nach Krum, denn da gehen die Gefahren um. Denn schon einmal ist man im Bach gelandet. Oder war schuld die Tasche, wo verborgen eine Pfläumchen-Flasche."

Eine Lanze für die Männer brach schließlich Robert Beetz in seiner Büttenrede "Männer über alles": "Wir sind die Größten, nach unsrer Huld die Frauen dürsten. Wir tragen euch, auch wenn ihr schennt (schimpft), durch die ganze Welt auf unsre Händ". Schließlich kam Robert allerdings doch zur Erkenntnis, "was wär' der Mann ohne die Frau? Drum ein Hoch dem Mann, ein Hoch der Frau, ich grüße euch mit Zeilau".

"Minis" stürmten die Bühne

Dann stürmten die ZNZ-"Minis", die jüngste Zeiler Tanzgruppe, die Bühne. Viele von ihnen können zwar noch gar nicht lesen, dennoch tanzten sie nach der Melodie "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett". Statt Krimis hatten sie allerdings Kinderbücher dabei. Einstudiert haben die Kleinen ihren Tanz mit Karina Oppelt. Der "Zeiler Musikantenstadl" öffnete anschließend zum ersten Mal seine Pforten. Richard Schlegelmilch konnte einige Sänger präsentieren: Hilmar Hirt mit dem Oldie "Für Gabi tu ich alles" aus den 60ern, Tina Hömer, geb.

Stadelmann mit "Was kann schöner sein, als Fasching in Zeil am Main". Edgar Fenzl besang die "rote Sonne von Barmados", Günter Bier ging mit seiner Solotrompete auf "eine Reise ins Glück". Dann hatte Schlegelmilch noch eine kleine Büttenrede in petto: "Täts mer" (= tust du mir) ist für ihn das Schlüsselwort sämtlicher Dienste, die seine Frau für ihn vorsieht: "Täts mer den Mülleimer leeren, täts mer die Wäsch aufhäng ... So heißt es täglich, manchmal ist es unerträglich!"