Der in Schweinfurt geborene Künstler Werner Tögel bestreitet die erste Herbstausstellung des Jahres in der Galerie im Saal in Eschenau.Der preisgekrönte Künstler zeichnet sich laut einer Mitteilung von galerist Egon Stumpf durch eine besondere Collagentechnik aus.
Collagen sind in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts eine mit Gewissheit auftretende Selbstverständlichkeit, erklärt dazu Stumpf. Die Bedeutung von Collagen war ursprünglich, die Flächigkeit von Tafelbildern zu verdeutlichen und zweitens breite Informationen in Bildern unterzubringen, die dann vom Betrachter frei assoziiert werden können.
Werner Tögel dagegen verwendet Collagen wie ein Mosaik. Er setzt aus den bildnerischen Qualitäten seines Ausgangsmaterials in filigraner Weise seine Idee eines darzustellenden Themas zusammen, statt Pinsel und Spachtel, Schnipsel und Klebestift. Ganz nebenbei wird die Auseinandersetzung mit moderner Drucktechnik und den dort erreichbaren Farbeindrücken mit den klassischen Farbgestaltungen der Ölmalerei und auch Acrylfarben geleistet.
Unübersehbar ist auch der dokumentarische Aspekt in seinen Porträts. Dass Farbfleckkompositionen in den Arbeiten ihr Dasein ausbreiten, erscheint wie eine Marginalie, obschon die Prächtigkeit der Arbeiten gerade davon lebt.
Werner Tögel selbst sagt zu seiner Arbeit: "Ich weiß: Das Gegenständliche - auch wenn es noch so bescheiden daherkommt - setzt sich immer auch der Gefahr aus, ideologisch #verbandelt' zu werden. Dies ist die Herausforderung."
Die Vernissage findet heute, Samstag, ab 18 Uhr statt. Öffnungszeiten sind in der Zeit bis zum Sonntag 23. Oktober, sonn- und feiertags von 11 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter der Rufnummer 09527/810501. Führungen werden am 9., 16. und 23. Oktober jeweils um 11 Uhr angeboten.


Künstlerpaar im Schloss

Weiterhin läuft die von der Gemeinde Knetzgau, dem Kulturverein Museum Schloss Oberschwappach und der Galerie im Saal gemeinsam veranstaltete Ausstellung im Schloss Oberschwappach "Künstlerpaare III: Angelika Summa/Plastik und Wolf-Dietrich Weißbach/Fotografie". Am "Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, findet um 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt.
Angelika Summa und Wolf-Dietrich Weissbach, die Künstlerin mit dem Schweißapparat und der Fotograf, leben und arbeiten beide in Würzburg. Die Künstlerin widmet sich seit vielen Jahren Materialien aus der Industrie wie Stahl, Kunststoffe, Drähte, Platinenresten und formt daraus zweckfrei Werke, die ausschließlich ihrer ästhetischen Präsenz verpflichtet sind. Wolf-Dietrich Weissbach dokumentiert auf der einen Seite herausragende Phänomene in fränkischen Landen, die er in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift "Franken Magazin" veröffentlicht.
Andererseits widmet er sich immer wieder einer rein künstlerischen Fotografie wie in den ausgestellten Werken mit dem Serientitel "Gestrüpp".


Die Öffnungszeiten

Die Ausstellung im Schloss kann noch bis einschließlich 23. Oktober, sonn- und feiertags jeweils von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden. Besuche sind auch nach telefonischer Vereinbarung unter Nummer 09527/810501 möglich..Führungen sind am Montag, 3., und Sontag, 23. Oktober, jeweils 14 Uhr angesetzt. red