Unerbittlich brannte die Sonne - 39 Grad Celsius im Schatten hatte es bei der Wahlkreis-Radtour von Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU) durch den Landkreis Haßberge. In der Sonne kamen da noch einige Grad mehr dazu. Dennoch waren alle Radler begeistert und in guter Stimmung. Bei der nächsten Tour wollen alle wieder dabei sein.

Sportlich, sportlich

Schon am Tag zuvor hatte sich die Bundestagsabgeordnete bei einer Wahlkreiswanderung bewährt. Sie führte von Premich auf den Kreuzberg in der Rhön. Mit dabei war sogar noch Tochter Emilia. Statt der Radtour zog Emilia aber am nächsten Tag dann doch lieber das Schwimmbad vor.

Dorothee Bär zeigte dennoch unverwüstlich beste Laune: "Eigentlich wurde ich schon vor 13 Jahren durch die alljährlichen Wahlkreiswanderungen von Michael Glos inspiriert. Das reizte mich, auch in meinem Wahlkreis so etwas zu starten. Mein Wahlkreis reicht ja vom Landkreis Bad Kissingen über die gesamte Rhön und den Landkreis Rhön-Grabfeld bis hierher in die Haßberge und den Steigerwald. Das ist eine tolle Landschaft und eine inzwischen fahrradtouristische Region."

25 Teilnehmer

25 Frauen und Männer waren der Einladung der parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium gefolgt und ließen sich auch von der "afrikanischen Hitze" nicht abhalten. Eberns SPD hatte ihre Radeltour da lieber abgesagt. Auf dem Kirchplatz von Sand ging es los. Mit dabei waren auch wieder die Mitarbeiter und Sekretärinnen von Bär aus Berlin und dem Wahlkreisbüro aus Bad Kissingen. Für sie gab es teilweise E-Bikes, andere begnügten sich mit Tourenrädern. CSU-Kreisgeschäftsführer Gerhard Zösch klärte vor dem Start kurz über die "Sander Raser" auf: einst fliegende Händler, die ihre selbst gefertigte Korbwaren an den Mann bringen mussten. Der Mainradweg Richtung Limbach öffnete den Blick für die berühmte Wallfahrtskirche von Balthasar Neumann. Hier stimmte man sogar ein "Lobe den Herren" an.

Weiter ging es auf dem 34-Kilometer-Rundkurs nach Eltmann. Hier wartete Bürgermeister Michael Ziegler schon am "Bewegungsparcours" am Main und stellte seine Stadt vor. Eltmann sagt von sich, "hier beginnt der Süden", und Ziegler fand das angesichts der rund 40 Grad Celsius und dem heißesten Tag des Jahres sehr zutreffend. Hier am Main gibt es einen sanierten Wohnmobilstellplatz, der sehr gerne angenommen werde, wie Ziegler informierte.

Gleichmäßiges Tempo

Aufmerksame Zuhörer waren beispielsweise Berthold Klauer aus Sand (75) und Georg Stütz aus Haßfurt (74). Sie fanden: "Die Luft im Maintal tut heute schon sehr gut bei dieser Hitze" (Klauer). Das gleichmäßige, akzeptable Tempo der Tour kam ihnen sehr entgegen, wie sie bekräftigten. Da stieg eher zur Halbzeit in Zeil eine wesentlich jüngere Teilnehmerin aus, die allerdings wohl nicht so radfahrgewöhnt ist.

Am Zeiler Marktplatz hatten sich die Zeiler CSU-Mitglieder postiert und gegrillte Bratwürste vorbereitet. Dorothee Bär, rein amtlich auch für die Verkehrssicherheit mitverantwortlich, nutzte die Gelegenheit, einige Kinder mit Fahrradhelmen zu beschenken, Resultat der "Dankhelm-Kampagne" des Ministeriums.

In Zeil nutzte man auch die Gelegenheit, das "Hexenmuseum" zu besichtigen. Auf dem Marktplatz in Haßfurt dann gab es an der CSU-Lounge ein Eis, bevor es hinaus auf den Flugplatz und zur Besichtigung des Hangars und Towers ging. Günter Mendel und Wolfgang Linke informierten über die Bedeutung der Haßfurter Einrichtung.

Nach wie vor für den Flugplatz

Von hier aus erfolgen wegen der Waldbrandgefahr aktuell die Beobachtungsflüge, erfuhren die Radler. Die CSU-Kreistagsfraktion, das wurde am Rande deutlich, hat bei aller hitzigen Diskussion um die Kosten hinter dem Verkehrslandeplatz gestanden. Er ist eine wichtige Einrichtung für die Betriebe in der Region, ist man bei der CSU überzeugt. "Wir müssen die Luftfahrt weiter stärken. Es wird oft unterschätzt, welche Bedeutung die Fliegerei schon für mittelständische Betriebe hat und wie wichtig ein Verkehrslandeplatz, wie der in Haßfurt, als Standortfaktor für die heimischen Betriebe ist", fasste es Dorothee Bär zusammen.

Der Fahrradpulk wurde bei der Rundtour mit politischen Themen konfrontiert. So verwickelte eine Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen Diethart Konrad aus Augsfeld in ein Gespräch über das Betreuungsgeld und die Asylproblematik. Die CSU-Vertreter machten klar, dass Landratsämter, Kommunen und die Bevölkerung die Herausforderungen bislang gut gemeistert hätten. Dorothee Bär merkte an: "Wir müssen trotzdem sehr genau darauf achten, dass wir unsere Kommunen und die Gesellschaft nicht überlasten. Wir geben in Bayern mittlerweile über zwei Milliarden Euro für Asylbewerber aus. Anders als in anderen Bundesländern übernimmt der Freistaat Bayern dabei die Kosten für die Kommunen."

Beim Abschluss im Weingut Rippstein in Sand zog Bär eine positive Bilanz. Das Radwegenetz im Landkreis sei inzwischen wirklich gut ausgebaut. Für den Winter plant sie eine Winterwanderung, "vielleicht sogar mit einer Schlittenfahrt".