Gleisenau"Der Kirche begegne ich mit Skepsis. Aber ich will wissen, was an unserem Glauben dran ist. Mit der Frage nach Gott bin ich nicht fertig." Mit solchen und ähnlichen Aussagen beschäftigt sich derzeit das Gemeindeseminar der evangelischen Kirchengemeinde Glei-senau. Über 45 Frauen und Männer machen sich dabei an insgesamt acht Abenden auf die gemeinsame Reise "Spur8 - Entdeckungen im Land des Glaubens".

Pfarrer Volkmar Gregori sagte, "Spur8" sei ein Angebot mit unterschiedlichen kirchlichen und nichtkirchlichen Hintergründen und knüpfe an Lebenserfahrungen an, die Menschen in der einen oder anderen Form gemacht hätten oder nachvollziehen könnten.

Pfarrer Gregori unterstrich die Bedeutung des Seminars, bei dem man die unterschiedlichsten Facetten des Glaubens kennenlernen könne. Neues werde erklärt und nahegebracht, aber nicht übergestülpt. Manche Informationen über die Sehenswürdigkeiten im Land des Glaubens seien aber unerlässlich.


Acht Stationen

So gehe die "Reise" auf ihren acht Stationen vom Gottesbild über den Lebenssinn bis zur Frage nach der Sünde; von Glaubenshindernissen über Jesus bis zum Anfang des Glaubens; vom Christbleiben bis zu einem Gottesdienst. "Auf diesen acht Stationen begegnen die Reiseteilnehmer den Grundthemen des christlichen Glaubens", sagte Gregori. Die Abende bauten aufeinander auf und die Themen seien: Gott, Sinn, Glaube, Sünde, Jesus, Taufe, Heiliger Geist sowie Gottesdienst. "Doch seine eigentliche Attraktivität entwickelt das Seminar in den Gesprächen. Am ersten Abend drang man dabei auf der gedanklichen Reise bis in die Galerie der "Gottesbilder" vor. Die reichten vom "abwesenden Gott", über den "Notnagel-Gott", den "Bufett-Gott" bis hin zu "Gott als Mann". Bei der Geschichte vom "brennenden Dornbusch" habe Mose aber den Namen erfahren "Ich-bin-da".

Das Gemeindeseminar wird am Montag, 18. April , zu Ende gehen. Bis dahin solle man, so forderte Pfarrer Gregori, in sich hineinhorchen, ob da eine Sehnsucht im Blick auf "Spur8" entstehe nach dem Spruch "wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und Arbeiten einzuteilen, sondern lehre die Männer (und die Frauen) die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer!"