Für ihn selbst war seine Ordination ein wichtiger Meilenstein in seinem Leben. Holger Manke wurde damit in die Dienstgemeinschaft der Geistlichen mit allen in der evangelischen Kirche gebräuchlichen Rechten und Pflichten aufgenommen wurde.

Mit der Ernennung zum Pfarrer endet auch das Wirken von Holger Manke in der evangelischen Kirchengemeinde Ebern, wo er von Sommer 2010 bis Februar 2013 als Vikar tätig war. Manke wird eine Pfarrstelle in Sopron in Ungarn antreten. Seine Ehefrau ist Pfarrerin in Holzhausen, wo das Pfarrerspaar wohnt.

Vom evangelischen Gemeindezentrum kommend, zogen Regionalbischöfin, Oberkirchenrätin Dr. Dorothea Greiner und die Geistlichkeit, darunter auch Vertreter der Landeskirche München, zusammen mit Vikar Holger Manke in die Christuskirche in Ebern ein. Hierbei erklang das Lied "Die güldene Sonne..."

"Ein wunderbares Ereignis", nannte Pfarrer Bernd Grosser, auch stellvertretender Dekan des Dekanats Rügheim, die Ordination von Holger Manke in Ebern. "Wir in Ebern allerdings sehen diesen Tag mit einem lachenden und einem weinenden Auge", sagte Grosser.

Die Regionalbischöfin brachte in ihrer Predigt über das Gleichnis vom Sämann zum Ausdruck wie wichtig es ist, dass Gottes Wort vom Ordinierten im öffentlichen Raum und Nicht-Ordinierten im privaten Bereich ausgesät wird. "Heute werden sie ordiniert", mit diesen Worten wandte sich Dr. Dorothea Greiner an Vikar Holger Manke und fuhr fort, dass dieser mit der Ordination geistlich gesehen bereits Pfarrer der Kirche sei. Der Sämann sei heute Vikar Manke, seine Schürze für die Samenkörner künftig sein Talar, sagte die Bischöfin und kam damit auf ihrem Predigttext aus Lukas 8, 4-8, den zuvor Anne Scharpf verlesen hatte. Manke könne nun öffentlich unter den Menschen Samenkörner ausstreuen, das Evangelium in Wort und Sakrament verkünden. "Die Welt wird lebenslang ihr Feld sein, wo immer sie auch hin gesandt werden, sagte Dr. Greiner im Hinblick darauf, dass

Holger Manke seine erste Pfarrstelle im ungarischen Sopron antreten wird. Bei Eszter Manke-Lackner, der Ehefrau von Holger Manke, bedankte sich die Regionalbischöfin, das sie seit zweieinhalb Jahren in Holzhausen als Pfarrerin tätig war. Gerne würde sie die Geistliche wieder im Kirchenkreis Bayreuth sehen, wenn sie aus Ungarn zurück komme. "Es ist wunderbar, dass es inzwischen nicht nur Sämänner, sondern auch Säfrauen gibt".

Richtige Dosierung gefunden

Sich wieder Holger Manke zuwendend hoffte die Predigerin, dass dieser Freude am Säen haben möge, quasi mit Schwung eine "Breitsaat" in rechter Dosierung zur Verbreitung des Evangeliums ausbringen möge. "Säen ist schon eine kleine Wissenschaft für sich und so ist es gut, lieber Bruder Manke, dass Sie für das Säen des Wortes Gottes Theologie studiert haben in Erlangen und Budapest. Das Studium trug dazu bei, zu ermessen, wann es Zeit ist, was und wohin zu säen."

Auch in Ebern habe Manke unter hervorragender Anleitung von Pfarrer Bernd Grosser als Sämann und bei Predigten Erfahrungen gewinnen können und es würden noch viel mehr Erfahrung dazu kommen, die Intuition werde wachsen und das Staunen immer größer werden. Die Regionalbischöfin machte einen Schwenk auf das bisherige Leben und Wirken von Holger Manke, wobei sie auch dessen Zeit in Ungarn streifte. Predigten die Manke hörte, hätten seinen Lebensweg auf die Theologie gelenkt, wobei sein Lebensweg zunächst in ganz andere Richtungen tentiert habe. "Nachträglich betrachtet, wunderbar. Der Gedanke, dass Sie Pfarrer werden könnten, musste eben auch erst in Sie gelegt werden und reifen."

An die Adresse der Gemeinde sagte Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner, dass Gott auch sie als Säleute ihres Gartens brauche. "Geben Sie das Säen in Ihrem Garten niemals auf, auch wenn Sie denken, das Unkraut ist stärker. Manches Korn wurzelt doch. Vergessen Sie nicht, der Glaube ist ein Wunder. Und Gott tut Wunder. Sie beginnen still und unmerklich", so die Geistliche. "Gott wird Wunder tun durch sie auf dem Feld der Welt, säen sie breit und mit Schwung", sagte Dr. Greiner zum Schluss ihrer Predigt zu Holger Manke. Gott werde ihm auf all seinen Wegen begleiten, gleich wo er seine seelsorgerische Arbeite tun wird. Und - die Regionalbischöfin machte kein Hehl daraus, dass sie ihn und seine Frau Eszter gerne wieder im Kirchenkreis Bayreuth sehen würde.

Nun folgte die Ordinationshandlung durch Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner zusammen mit den Assistierenden. Durch Handauflegen der Bischöfin, begleitet mit Ordinationsfragen an Holger Manke, wurde dieser vor versammelter Gemeinde von Vikar zum Pfarrer berufen und gesegnet. Der Gottesdienst mit Feier des heiligen Abendmahls, zelebriert von Pfarrer Holger Manke, wurde an der Orgel durch Klaus Schad, den Posaunenchor unter Leitung von Jürgen Koch, dem Kirchenchor "Cantabile" unter Leitung von Stefanie Schmitt, musikalisch begleitet.