Rauch drang aus einem der beiden Abluftkamine in die Umgebung. Das konnte ein Vertreter der Landkreisbehörde selbst beobachten. Auch die Polizei war vor Ort.

Als Sofortmaßnahme hat das Landratsamt die beiden Kabelmühlen, in denen Kabelschrott aufgearbeitet wird, vorübergehend stillgelegt. Sie dürfen erst wieder in Betrieb genommen werden, wenn eine Wasserbedüsung installiert ist, wie Monika Göhr, die Sprecherin des Landratsamtes, erklärte. Die Wasserbedüsung könnte zumindest für eine Kabelmühle rasch montiert werden, denn an der seit März stillgelegten Anlage für das Recycling von Elektroschrott gibt es eine solche Einrichtung, die offenbar umgebaut werden kann.

Ferner, so verlangt das Landratsamt in einer zweiten Auflage, muss eine Rauchmeldeanlage in die Abluftkamine eingebaut werden. Das ist nötig, damit die Mitarbeiter des Unternehmens überhaupt mitbekommen, wenn im Schredder eine Verschwelung oder ein Brand entsteht.

Seit über einem Jahr gibt es heftige Kritik in Wonfurt und in der Umgebung am Recycling-Betrieb Loacker. Die Firma steht im Verdacht, dass mit Giftstoffen belasteter Staub aus den Produktionshallen in die Umgebung gelangt. Seit März darf nur noch Kabelschrott aufgearbeitet werden und kein Elektroschrott mehr. Rund um den Betrieb sind Messstellen aufgebaut, die eine mögliche Umweltbelastung dokumentieren sollen - oder dass es keine Emissionen gibt (doch von einem sauberen Betrieb geht derzeit kaum noch jemand aus).