Damit möchte die Gesellschaft, die die Energiewende im Landkreis vorantreiben und realisieren will, erfahren, wo sich geeignete Standorte für Windkraftanlagen befinden.

Das Gebiet, das untersucht wird, liegt zwischen zwei Windrad-Arealen. Westlich arbeiten schon acht Windkraftanlagen (nahe dem Ort Forst), und westlich laufen zwei Windräder auf der Bucher Höhe (Gemeinde Theres).

Für die Messungen zwischen den beiden Standorten setzt die GUT, wie sie schilderte, das mobile "Sodar”-Windmessgerät der Hochschule für angewandte Wissenschaften Schweinfurt-Würzburg ein. Es ist klein, weiß und kompakt und auf einem Anhänger befestigt. Mittels Schall-Impulsen wird die Windgeschwindigkeit auf verschiedenen Höhen innerhalb des gesamten späteren Rotordurchmessers ermittelt. Professor Johannes Paulus von der Hochschule und seine wissenschaftliche Mitarbeiterin, die Ingenieurin Johanna Schuster, erklärten dieser Tage den drei GUT-Geschäftsführern Wilfried Neubauer, Norbert Zösch und Günter Mendel sowie dem Projektleiter Gunter Häckner vor Ort ausführlich, wie das Windmessgerät funktioniert.

"Wir wollen das Windpotenzial an den geplanten Standorten exakt ermitteln",sagt Wilfried Neubauer. Dazu wird das Windmessgerät von der Gädheimer Anhöhe zu einem anderen geplanten Windradstandort gebracht: zu WK 88 westlich von Kleinmünster. "Durch den Vergleich der Messergebnisse können wir genau feststellen, ob der Standort für die Windnutzung tatsächlich geeignet ist", erklärt Neubauer. WK 88 ist mit über 500 Hektar der größte geplante Standort im Landkreis - und heftig umstritten.