"Unser Leben verdichtet sich immer mehr", stellte Bürgermeister Michael Ziegler vor den Mitgliedern des Stadtrates und der Verwaltung mit ihren Ehepartnern bei der Abschluss-Sitzung der Stadt fest. Bezogen auf Eltmann zog er eine positive Bilanz, im Blick auf die Welt forderte er zu Solidarität und Friedensarbeit auf.

Während Eltmann im vorweihnachtlichen Glanz strahle, dauere der Bürgerkrieg in Syrien nun schon länger als der Zweite Weltkrieg. Die Kriegsparteien schreckten nicht davor zurück, Krankenhäuser zu bombardieren. In Europa und in Deutschland sei die Skrupellosigkeit von Islamisten durch verheerende Terroranschläge spürbar, doch warnte Michael Ziegler vor Pauschalurteilen.

Weltweit seien 65 Millionen Menschen auf der Flucht, die meisten flöhen in ein Nachbarland, aber "immer noch ertrinken Menschen im Mittelmeer". Das Lukas-Evangelium müsse da zu Weihnachten der Aufruf sein, konsequent einzutreten, "für ein friedliches, ein mitmenschliches Miteinander im Großen wie im Kleinen. Frieden ist ein kostbares Gut und Weihnachten erinnert uns daran, dass wir ihn nur erreichen und bewahren können, wenn wir uns immer und überall dafür einsetzen", unterstrich er die Bedeutung jedes Einzelnen.


Freiheit und Recht

Die Menschen in Eltmann und in Deutschland "haben Stabilität, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Bei uns werden die Menschenrechte hoch gehalten und es gibt viele Menschen, die sich um andere und um das Gemeinwohl kümmern." Ziegler dankte all denen, die in Eltmann ehrenamtlich engagiert sind, "denn was wirklich zählt, das sind immaterielle Güter, ein funktionierendes Miteinander. Das macht das Leben in Eltmann reicher."

Im Blick auf die harten Fakten sei die Eltmanner Bilanz "recht positiv". 5560 Einwohner zählen Stadt und Stadtteile, 50 Kinder wurden geboren, ebenso viele Paare heirateten, auch 63 Sterbefälle waren zu verzeichnen. In Eltmann leben 311 Ausländer, davon 118 Flüchtlinge, die um Asyl ersuchen, und davon sind 50 unbegleitete Minderjährige, die von der Kinder- und Jugendhilfe St. Josef betreut werden.

Die im städtischen Haushalt einkalkulierte Kreditaufnahme musste nicht in Anspruch genommen werden. Einen wichtigen Schritt vorwärts machte die Generalsanierung der Georg-Schäfer-Sporthalle und im gesamten Stadtgebiet und den Stadtteilen gibt es nun schnelleres Internet. Der Brandschutz wurde verbessert mit einem neuen Feuerwehrfahrzeug in Weisbrunn und Digitalfunk in allen Fahrzeugen. Wieder konnten zwei Straßen (fast fertig) saniert werden, nämlich die Schlosssteige in Eltmann und der Lembacher Weg in Weisbrunn. In der Stadthalle wurde ein Blockheizkraftwerk in Betrieb genommen, ebenso konnten neue Tische und Stühle angeschafft werden. In der Steigerwaldstraße sind die Wohnblocks 7 und 9 fertig saniert, die Mieter wieder eingezogen.


Wasserversorgung solide

Auch die Sanierung der Wasserversorgungsanlage lief weiter, der dritte Brunnen ist gebohrt, die Leitungen zum Brunnenhaus sind komplett neu verlegt, und im Frühjahr wird eine Aufbereitungsanlage für das Wasser der Kalkofenquelle installiert.

Das Kulturprogramm habe viele schöne Abende beschert. Auch die drei Großveranstaltungen Mainathlon, Biertage und Wallburg-Weihnacht seien nicht nur für die Eltmanner Bevölkerung echte Höhepunkte gewesen.

Viel von dem, was der Stadtrat beschloss, aber auch Bürger und Vereine initiierten, habe mehr Lebensqualität gebracht und den Standort Eltmann gestärkt. In elf Stadtrats- und 20 Ausschuss-Sitzungen hätten die Stadtratsmitglieder engagiert an der Entwicklung der Stadt gearbeitet. Ziegler dankte den stellvertretenden Bürgermeistern Hans-Georg Häfner und Peter Klein und Häfner dafür, dass er die Geschäftsführung für das Hackschnitzelheizwerk und das Blockheizkraftwerk übernahm.

Im Gremium habe ein konstruktiver Geist geherrscht, ebenso in Verwaltung und Bauhof. Den Dank gab Zweiter Bürgermeister Hans-Georg Häfner zurück. Ziegler präge dieses Klima einer sachlichen Auseinandersetzung auch mit strittigen Themen.