Die neue Mensa und die abgeschlossenen Schulsanierungen der Grund- und Mittelschule sind Vorzeigeprojekte. Deswegen stieß auch das Pensionistentreffen der über 80 Lehrerinnen und Lehrer aus dem Schulamtsbereich am Schulberg in Eltmann auf ein außerordentliches Interesse.
Konrektor Waldemar Baumann von der Mittelschule Eltmann betonte, "dass die Eröffnung unserer neuen Mensa sicherlich für uns und unsere Schule eine tolle, aber auch notwendige Ergänzung für unseren Schulbetrieb, vor allem für unsere Ganztagesschüler ist. Gerade, weil dieses Bauwerk so gelungen ist, haben wir Eltmänner uns gedacht: das ist doch was zum Vorzeigen und für unsere Pensionisten eine gute Möglichkeit, die neuen Gebäudlichkeiten kennenzulernen."
Die Schulbehörden hätten als eine notwendige Folge auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagiert und sukzessive die gebundene Schule in Gang gebracht. Mittlerweile habe die Mittelschule fünf Ganztages klassen, die Grundschule vier und im kommenden Schuljahr werde auch die Realschule die erste Ganztagesklasse anbieten, sagte Baumann.
Diese Form des Unterrichtsbetriebes sei notwendig geworden und sinnvoll, weil sie mehr kindgerechte Rhythmisierung ermögliche aufgrund einer höheren Stundenzuweisung. Dies wirke sich letztlich positiv auf die Klassengemeinschaft aus. Baumann wies aber auch darauf hin, dass dies nicht nur den finanziellen Einsatz für Staat und Kommunen koste, sondern auch die Pädagogen und den Lehrer mit Herzblut und Engagement fordere.
Bürgermeister Michael Ziegler stellte heraus, dass die neue Mensa knapp drei Millionen Euro an Investitionen erforderte. Schließlich musste man erst ein Haus erwerben, dann abreißen und danach diesen Neubau erstellen. Natürlich habe die Stadt Eltmann dies nicht alles alleine stemmen müssen, sondern es waren auch Fördermittel des Landkreises und des Freistaates eingeflossen. Nun habe man ein schönes Gebäude, das von den Kindern und Jugendlichen gerne angenommen werde. Es sei auch notwendig, denn ins Schulzentrum von Eltmann kämen täglich 1200 Schüler, wobei man derzeit die größte Mittelschule und auch die größte Realschule habe, deren Einzugsgebiet bis nach Oberfranken reiche.
Als Sachaufwandsträger, so Bürgermeister Ziegler, sei man ja nur für die Gebäude und die Einrichtung zuständig. "Der Rest ist die große Aufgabe der Lehrer und Schulleiter, welche den Kindern die Eigenschaften mitgeben, ihnen den Bildungsauftrag vermitteln und sie immer wieder neu motivieren müssen. Dem dient auch die neue Mensa mit dem angeschlossenen Schülercafe."
Schließlich stellte sich noch der neue Personalratsvorsitzende Matthias Weinberger vor. Beim Blick in die Reihen der Gäste meinte er, dass hier die Mischung zwischen den Männern und Frauen noch stimme. In 25 Jahren werde das Verhältnis der Lehrkräfte an den Schulen ganz sicher viel "frauenlastiger" sein.
Die Pensionisten wurden dann mit einem vielseitigen musikalischen Programm überrascht. Der Chor- und die Flötengruppe der Johann-Baptist-Graser-Grundschule spielten unter der Leitung von Helga Hertlein und Elisabeth Sollmann Frühjahrslieder, bevor Grundschüler unter Leitung des Musikpädagogen Göbel ihre neuen Pongos mit der "Zirkusfanfare" sowie dem "Einzug und Tanz der Elefanten" präsentierten. Mit zahlreichen Liedbeiträgen wartete auch die Schulband der Mittelschule mit Lehrer Toni Martin auf. Die Schülerinnen der 9. Klasse hatten im Rahmen des Faches Soziales praktisch als "Schülerfirma auf Zeit" zusammen mit dem "Mensa-Team" das Essen zubereitet und die Tische geschmückt.