Alles lief bei der Kinderwallfahrt von Eltmann zur Wallfahrtskirche Maria Limbach wie am Schnürchen. Die Kinder durften sich wie Perlen fühlen, denn ein Perlenband begleitete die Buben und Mädchen aus den vier Eltmanner Kindergärten und der Grundschule auf ihrem Wallfahrtsweg. Am Schluss hörten sie das "Wunder von der Perle", das sie mit ihren Liedern begleiteten.

Die Kinderwallfahrt fand nun schon zum neunten Male statt. Etwa 100 Kinder machten sich auf den Weg von Eltmann nach Limbach. Mit dem Vortragekreuz voraus und vielen Fähnchen ging es zur ersten Station an der Mainlände in Eltmann.

Erinnerung an Gott

Wallfahrts-Leiterin Isabella Friedrich erzählte den Kindern die Geschichte eines alten Bischofs, der in Griechenland auf einer kleinen Insel notlandete und die vielen Fischer sah, die immer wieder kleine Perlenketten durch ihre Finger gleiten ließen. Einige spielten nur mit den Perlen, andere murmelten dabei ihre Gebete. So sei Bischof Lönnebo auf die Idee gekommen, kein Buch über den Glauben zu schreiben, sondern ein buntes Perlenband zu gestalten, das ihn immer wieder an Gott erinnerte. "Es entstand das Perlenband des Glaubens, das heute für viele Menschen ganz wertvoll ist. In Deutschland sind es etwa 300 000 Menschen, die ihr Perlebenband des Glaubens immer mit sich tragen", erfuhren die kleinen Pilger.

Auch jedes der Kinder erhielt ein solches Perlenband zum Umhängen mit einer "goldenen Perle" daran. Sie stehe nicht für Geld und Reichtum, sondern für Gott und sei die "Gottesperle". Die Botschaft lautete: "So, wie du jetzt die Perle in deiner Hand hältst, so hält Gott dich und mich. Er ist immer da."

Mit sichtlicher Begeisterung marschierten die Wallfahrer den Mainradweg entlang zum Kinderspielplatz in Limbach, wo die zweite Station war. Inmitten einer Spirale, die mit einem Seil gelegt war, stand eine Schatzkiste, in der wieder etwas versteckt war. Es war die "Ich-Perle". Wortkarten mit der Aussage "ich kann gut . ." wiesen einzelne Kinder auf ihre Stärken hin oder durften anderen Kindern etwas Nettes sagen.

Der Ort Limbach hatte sich für diese Kinderwallfahrt besonders mit Fahnen und Fähnchen geschmückt. Betend und singend und offensichtlich mächtig stolz zogen die Kinder mit ihren Erzieherinnen und Lehrern durch die Straßen, bis sie noch einmal an einem Feldkreuz Station machten.

Das dortige Schatzkästchen enthielt ein Herz, verbunden mit zwei "Perlen der Liebe", denn "zur Liebe gehören immer zwei: ein Ich und ein Du". Liebe, so hörten die Kinder, sei vielfältig, "wir lieben viele Menschen und viele lieben uns".

Vor der Wallfahrtskirche Maria Limbach standen schon viele Eltern und Großeltern, um die kleinen Wallfahrer mit Blumensträußchen zu begrüßen.

Andacht in der Wallfahrtskirche

Pfarrer Otmar Pottler hieß sie zu einer Andachtsfeier mit der "Perle der Stille" willkommen. Jedes einzelne Kind legte seinen Blumenstrauß vor den Altar i. Rektorin Angelika Schmitt präsentierte mit Bildern die Geschichte von "der Muschel und dem Fisch". Alles, was die Muschel in dieser Erzählung in ihr Herz aufnahm, war zu einer Perle geworden. Auch die vielen Erwachsenen erhielten Geschenkkarten mit dem "Wunder der Perle". Die "Wallfahrerbrotzeit" in der Pilgerhalle durfte nicht fehlen.