Zufrieden waren die Gesichter der Sander Musikanten nach dem Konzertabend am vergangenen Samstag. Und dafür hatten sie auch allen Grund: Die Halle war voll besetzt, das Programm kam beim Publikum sehr gut an und die musikalischen Herausforderungen wurden bravourös gemeistert.

Der Abend, der unter dem Motto stand: "Wir können auch anders", hatte nicht zu viel versprochen: Die verschiedensten Klangerlebnisse und Sounds wurden einem aufmerksamen Publikum geboten, das sich mit viel Applaus für die Darbietungen bedankte. Durch den Abend führte gekonnt, informativ und charmant das BOS-Mitglied Anna-Lena Ebner.

Das Blasorchester Sand (BOS) blickt in diesem Jahr auf sein 60-jähriges Vereinsjubiläum. Das große symphonische Blasorchester zeigte sich aber alles andere als alt und verstaubt. Ein Feuerwerk der Musik wurde gezündet, bei dem die Musiker die große Bandbreite der Blasmusik in allen Facetten dargeboten hatten.

Passend zum Jubeljahr waren 60 Musikanten auf der Bühne in Aktion und demonstrierten ein gelungenes Zusammenspiel der Generationen: Die jüngste Musikerin ist 13 Jahre, der älteste 60 Jahre alt. Dirigent Thomas Nees verstand es ausgezeichnet, sein Orchester zu Höchstleistungen anzuspornen und alle Register des Oberstufenorchesters zu ziehen. Und so wurden neben Konzertwerken, Märschen und Unterhaltungsmusik auch zeitgenössische Stücke gespielt.

Viel Abwechslung war geboten, schon allein von der Anzahl der Musikanten. Es trat ein Blech-Quintett auf mit Stücken der Beatles. Ein Tuba-Quartett spielte den Ragtime "The Entertainer" und eine kleine Altfränkische Besetzung machte einen Abstecher in die fränkische Tanzmusik mit einem Rheinländer, Schottisch und Galopp. Als besonderen musikalischen Farbtupfer konnte man das Holzensemble mit einem völlig anderem Klangerlebnis, einem Cha-Cha hören.

Die Jungmusiker des BOS überraschten durch einen schönen ausgewogenen Klang und viel Spielfreude. Die 15 Musikschüler spielten drei Stücke und wurden dafür mit viel Applaus belohnt. Vier der Jungmusiker hatten zudem allen Grund zur Freude: Lisa Krines, Anna Zettelmeier, Laura Hillenbrand und Lea Hammer hatten am gleichen Tag ihre Prüfung zur musikalischen Weiterbildung erfolgreich bestanden.

Zudem erfuhren die Musiker Kathrin Pfennig und Andy Schnapp eine Auszeichnung durch den Bezirksvorsitzenden Werner Höhn für 20 Jahre Zugehörigkeit zum Nordbayerischen Musikbund (NBMB). Über eine interne Vereinsauszeichnung durch BOS-Vorsitzenden Dirk Rückert freute sich Manuela Hofmann.

Nach lang anhaltendem Applaus kamen die Musiker abschließend auch gerne dem Wunsch des Publikums nach und spielten die geforderten Zugaben. Vorsitzender Dirk Rückert bedankte sich beim Publikum für den Besuch und die Aufmerksamkeit und lud in die Lounge der Turnhalle ein. Die Musikerin Maria Wittig unterhielt im Foyer die Gäste am Piano mit chilliger Lounge-Musik. Hier konnte man mit den Musikanten in Gespräch kommen und den Abend entspannt ausklingen lassen.