So viele Zuhörer, wie am Montag, sind selten in Gemeinderatssitzungen, das stellte auch Bürgermeister Helmut Dietz fest. Die zwölf, meist aus Gereuth stammenden Zuhörer, interessierten sich vor allem wegen ihres Feuerwehrautos für die Sitzung.

Der alte "Opel Blitz", ein LF 8, wird im August mit 50 Jahren außer Dienst gestellt. "Bis August hat das Auto noch TÜV, eine Verlängerung ist nicht mehr möglich" erklärte der Bürgermeister dem Gremium. Nach einigem Suchen haben er und die Verwaltung aber ein gebrauchtes Fahrzeug aufgetan, das einerseits den Bedürfnissen der Gereuther Wehr voll entspricht und andererseits auch mit dem Untermerzbacher Haushalt vereinbar ist. "Wir müssen mit etwas Zähneknirschen in diese Bresche springen", so der Bürgermeister, " aber das Auto wäre dann für die nächsten wenigstens 20 Jahre gut."

Der Tacho ist fast leer

Das Fahrzeug der Firma Merkel, ein MAN Fahrgestell mit einem Ziegler-Aufbau, ist erst 18 Jahre alt und kommt aus einer Feuerwehrschule. Dementsprechend hat es auch mit erst 3740 Kilometern noch kaum etwas auf dem sprichwörtlichen Buckel. Dazu kommt ein 600 Liter Wassertank mit eingebauter Pumpe, Ausrüstung für den Schnellangriff, eine Kabine für insgesamt neun Mann und ein pneumatischer Lichtmast im Wert von 2000 Euro, der noch montiert wird, was das Auto für Gereuth ideal macht, wie auch Gemeinderat Josef Grundler feststellte. "Und wegen der Pflege mache ich mir auch keine Sorgen, das alte Auto haben die Gereuther mit 30 Jahren bekommen und es hat noch 20 Jahre gehalten" lobte Grundler die Feuerwehr in Gereuth.

Über den Preis zeigte sich vor allem die Verwaltung erfreut, nachdem dieser durch Nachverhandlungen und Abstriche bei der Zusatz-Ausrüstung auf 48 456 Euro gesunken ist.
Die Verantwortlichen der Feuerwehr sowie aus der Verwaltung haben das Auto auch schon in Thüringen in Augenschein genommen. "Kleinere Mängel wie Dellen, Lackschäden und alte Türgummis werden noch repariert" versprach der Bürgermeister.

Einstimmiger Beschluss

Von diesen Ausführungen überzeugt beschloss der Gemeinderat schließlich einstimmig das Fahrzeug zu kaufen, worüber sich die anwesenden Gereuther sichtbar freuten.

Auch im weiteren Verlauf der Sitzung lies die Feuerwehr den Gemeinderat nicht los. Denn es standen noch die Ersatzbeschaffungen auf dem Programm. Aber auch hier waren sich alle Gemeinderäte einig. "Was gebraucht wird, wird gebraucht" und so stimmten alle für einen Haushaltsansatz von 6500 Euro. Besonders da die Feuerwehren sich auf wirklich die notwendigsten Geräte und Schutzkleidungen beschränkten.

Jetzt im Frühjahr muss wieder mit Behinderungen auf der Straße zwischen Kaltenbrunn und Untermerzbach gerechnet werden, da diese fertig gestellt wird. Die dort beschäftigte Baufirma hatte für die Restarbeiten an der Strecke über die Wintermonate eine Pause eingelegt.