285 Mitglieder zählt die Schlossberggemeinde Königsberg zurzeit. Knapp 50 davon nahmen an der Jahresversammlung teil, bei der auch Neuwahlen anstanden, wie alle zwei Jahre. Burgvogt bleibt Eddi Klug, sein Stellvertreter Heinz-Dieter Schmidt.

Gemeindeschreiber ist Walter Schneider, Säckelwart Gerd Kost, Gemeinderäte sind Inge Schneider, Ewald Fischer, Udo Grieser, Erich Schulz, Gerold Sturm und Herbert Sinner. Wolfgang Frantzen und Uwe Bätz prüfen weiterhin die Kasse.

Die Gemeinde hatte für viele Projekte über 40 000 Euro auszugeben. Eddi Klug erinnerte an die Sanierung der Nordmauer auf der gesamten Länge, an die Arbeiten am "Tempelchen" sowie an die Ergänzung einer alten Zwischenmauer hinter der Schlossberggaststätte. Das Gelände hinter der Gaststätte wurde neu modelliert. Und es brauchte eine neue Unterstellhalle für Gerüstbohlen und Brennholz.

Einen Batzen Geld verschlangen die Aktionen für den Wiederaufbau des Basteiturms, der eine Betondecke erhielt. Arbeiten erfolgten auch am Seckendorffturm, im Wächterturm und im Rongeturm.

Viele Arbeiten erledigten die Mitglieder der Schlossberggemeinde selbst, für manches brauchte man Fremdfirmen. Der Burgvogt hob hervor, dass die Hilfe der Fachoberschule Coburg (zwei Tage mit jeweils rund 20 Personen) wichtig war.

Klug bilanzierte: "2014 haben wir sehr viel Geld in die Hand genommen, um die Burgruine, wie ich meine, wieder etwas schöner und auch sicherer zu machen". "Eine tolle Leistung, die die Stadt in diesem Ausmaß nicht schultern könnte", bestätigte der Ehrenvorsitzende der Schlossberggemeinde, Bürgermeister Claus Bittenbrünn. In Eddi Klug würdigte er einen unermüdlichen Motor der Schlossberggemeinde.

Säckelwart Gerd Kost ist seit 1978 im Amt und machte so manches Auf und Ab der Schlossberggemeinde mit. Zur Beruhigung aller Gemüter wegen der der verhältnismäßig hohen Ausgaben 2014 erklärte er gelassen: "So lange ich Kassier bin, wird es nicht so weit kommen, dass da rote Zahlen stehen".

Seit 1971 werden die freiwillig zum Erhalt der Burgruine erbrachten Arbeitsstunden bei der Schlossberggemeinde aufgelistet. 71 520,5 Stunden sind zusammengekommen. 1214 waren es 2014. Nicht dazu zählen die Stunden im Hintergrund, wie Botengänge, Büroarbeiten, Organisation.

Keine finanziellen Zuwendungen aber das große Burgbild für über 100 Stunden ist die Anerkennung für eine solche Leistung seitens der Schlossberggemeinde. Mit 101 Stunden hat Mareike Sturm aus Königsberg diese Richtschnur erreicht, konnte das Bild aber nicht persönlich in Empfang nehmen. Es wurde ihrem Vater Gerold Sturm übergeben.

Die Stadt Königsberg ehrt ihrerseits Bürger, für den Einsatz für die Restaurierung der Burgruine mit Silber- oder Goldmünzen. Bürgermeister Claus Bittenbrünn übergab eine Münze an Peter Haustein für 500,5 Stunden, Walter Schneider für 545,5 Stunden, Michael Klug für 1003 Stunden und Gerd Kost für 1584,5 Stunden.

Mit einem Ausblick in das begonnene Jahr, in dem der Basteiturm die Hauptbaustelle sein wird und Ausbesserungsarbeiten an den vielen Mauern fällig sind, sowie einem Rückblick von Wanderführer Erich Schulz auf die 48. Coburg-Wanderung im September ("rundum wunderbare Wanderung") und einem Vortrag von Walter Schneider über die Verbindung Königsberg zu Coburg endete die Hauptversammlung.