Diese Maßnahme, im Vorfeld zur Kommunalwahl bei einem CSU-Ortstermin vor einem Jahr mit Innenstaatssekretär Gerhard Eck angeschoben und zugesagt, muss als Sonderbaumaßnahme unter der Regie der Stadt durchgeführt werden, obgleich eine Staatsstraße davon betroffen ist. Im Gegenzug hat Eck aber eine hohe Förderquote bis zu 85 Prozent zugesagt.

"Auch wenn wir gute Zuschüsse bekommen, brauchen wir dennoch Eigenmittel", gab Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) bei der Stadtratssitzung am Donnerstagabend zu bedenken. Zwischen 450 000 und 570 000 Euro kostet die Maßnahme, wobei im Zuge des Straßenbaues auch Teile des Kanals saniert werden.

Drei Monate Bauzeit werden nötig sein, meinte Dipl.-Ing. Schilling vom Zeiler Planungsbüro SRP , der die Details erläuterte. Deshalb rechnet er mit dem Beginn während der Sommerferien 2016.

Neue Rekordgröße
Der Kreisel fällt größer aus, als die bereits vorhandenen: Hat der FTE-Kreisel einen Durchmesser von 28 Metern wird der neue am Tennisgelände 30 Meter groß.

Erste Gespräche mit Grundstückseigentümern seien schon geführt worden. "Wegen der Topographie wird die Linienführung der Staatsstraße auch etwas in Richtung Süden verschoben", erläuterte Schilling sein Planwerk.

Die Straßenachse wandert also in Richtung Back-Drive. Auch sei geplant, die "Radfahrer aus dem Kreisel rauszuziehen", die Geh- und Radweg-Anbindung also früher von der Fahrbahn abzukoppeln. "Die Radfahrer bekommen extra Schläuche", was Bürgermeister Hennemann für "übertrieben" hielt: "Wir reden hier von einem Kreisel innerorts, den an der Bundesstraße haben wir ja nicht bekommen."
Schilling hielt diesen Bedenken das Regelwerk entgegen, wonach ein Radfahrer vor einem Kreisel "aussteigen kann".

Für Fußgänger seien an allen vier Einmündungsästen Querungshilfe vorgesehen, was Hennemann für unabdingbar hielt. "Da herrscht viel Schülerverkehr, deswegen sind sichere Übergänge wichtig."

Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (FDP) regte Zebrastreifen an, wie er sie am Wilhelmsplatz in Bamberg ausgemacht und fotografiert hat. Zumindest eine farbliche Markierung müsse sein, befand Bürgermeister Hennemann, da vielen Autofahrern nicht bewusst sei, dass sie beim Verlassen des Kreisels den Fußgängern Vorrang einräumen müssen.