Die Idee reifte durch die Anregungen bei den Unterfränkischen Kulturtagen und den Singen in Ibind. Seit im Oktober 2007 mit den monatlich stattfindenden Singen begonnen wurde, erlebte die alte Tradition einen Boom.
Eine urtümliche Kultur


Der Heimatgeschichtliche Arbeitskreis will entgegenwirken, dass diese urtümliche Wirtshauskultur verloren geht. Er will Menschen in geselliger Runde zusammenbringen und zum Singen anregen. Dazu hat der Verein eigens zwei Büchlein mit den gängigsten Liedtexten zusammengestellt, so dass ein Repertoire von 160 Liedern zur Verfügung steht.

Mehr als 80 Besucher waren in die Weinscheune Schäfer gekommen, um alte Lieder zu singen. Der Bogen der Lieder spannte sich von Heimatliedern wie "Im schönsten Wiesengrunde" oder "Von den Bergen rauscht ein Wasser", Zechliedern wie "Beim Kronenwirt", Jagdlieder wie oder Liebeslieder "Du, du, liegst mir im Herzen". Neben Ohrwürmern wie "Lustig ist das Zigeunerleben" wurden aber auch melancholische Weisen wie "Die Gedanken sind frei" gesungen.

Wie bei all den bisherigen Veranstaltungen luden die Musiker zum Kanonsingen ein. Franz Rödelmeier übernahm das Kommando, teilte drei Gruppen ein und dann erklangen "Der Hahn ist tot" und "O, wie wohl ist's mir am Abend" als Kanon. Der Dirigent war zufrieden. Die Lieder "Ade zur guten Nacht" und "Nehmt Abschied Brüder" beendeten nach drei Stunden einen geselligen, unterhaltsamen Abend.

Ausgezeichnete Begleitmusiker


Dass es beim Wirtshausssingen in der Weinscheune Schäfer richtig lebendig wurde, so dass keiner der aus voller Kehle mitsingenden Gäste vorzeitig ans Aufhören dachte, dafür sorgte ein ausgezeichnetes Musikertrio. Franz Rödelmeier (Akkordeon), Monika Appel (Mandoline) und Helmut Appel (Gitarre) war es zu verdanken, dass keiner der Besucher sein Kommen bereute.

Im Gegenteil: Die Vorfreude auf das nächste Singen am Montag, 26. November, war bereits spürbar, nicht wenige Gäste reservierten einen Platz für diese Veranstaltung.