Beim Briefing klärte der Kompaniechef Roland Saar die Ebelsbacher über die Geschichte des Standorts sowie über den Alltag eines Sportsoldaten auf. Die Kaserne am Rennsteig beheimatet Spitzensportler im Biathlon, Rennrodeln, Skeleton, Bob und aus der Nordischen Kombination. Sie haben in Oberhof einzigartige Trainingsbedingungen, weil alle Übungs- und Wettkampfanlagen für die Athleten zu Fuß erreichbar sind. Zum Beispiel könnte ein Athlet einen kompletten Trainingstag mit Kraftraum, Turnhalle, Schießtraining, Videoanalyse, Besuch beim Sportarzt mit anschließender Physiotherapie absolvieren, ohne den Gebäudekomplex der Kaserne verlassen zu müssen.

Saar legte den Medallienspiegel der Olympischen Winterspiele in Vancouver auf. Darin belegte Deutschland knapp hinter Gastgeber Kanada den zweiten Platz. Die Sportfördergruppe Oberhof alleine wäre auf dem achten Platz gelandet, noch vor Nationenteams wie Schweden, Finnland und Russland.

Der einzige Biathlon-Waffenbauer Deutschlands erklärte den Zuhörern, dass es bis zu 120 Stunden dauern kann, einem Spitzenathleten sein Gewehr anzupassen. Jede Veränderung an der Balance oder am Griff erfordert aufwendige Tests auf der Schießanlage.

Im Anschluss an die Theorie führte Roland Saar die Besucher durch die Kaserne. Die Ebelsbacher trafen dabei den einen oder anderen Olympiasieger bei seinem Training.

Weitere Stationen waren das Biathlonstadion sowie die Bob- und Rodelbahn. Ein technisches Highlight stellt die weltweit einzige Ski-Langlauf-Halle dar. In der Halle erfuhren die Besucher, dass 1750 Meter Loipe überdacht und bei minus vier Grad das ganze Jahr über nutzbar sind. Die Anlage ist komplett mit Kameras überwacht, und die Möglichkeiten zur Trainingsanalyse sind so vielfältig, dass die Halle den Gletschern den Rang für das Sommertraining abgelaufen hat. Fast alle Top-Nationen schicken ihre Athleten zum Sommertraining in Oberhof.