Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) war nicht aus reinem Interesse zur Jahresversammlung des Caritas-Kindergartenvereins "Arche Noah" und damit zu den Förderern des kirchlichen Kindergartens gekommen ist. Zig Kinder warten derzeit und in den nächsten Jahren in Ebern auf einen Platz im Kindergarten.
"Mit dem jetzigen Angebot werden wir nicht auskommen", machte das Stadtoberhaupt deutlich. Daher signalisierte er grünes Licht für eine dritte Betreuungsgruppe, die in der "Arche Noah" untergebracht werden soll. "Ich bin froh, dass die Arche Noah angeboten hat, eine weitere Kindergartengruppe aufzunehmen, um den Bedarf an Plätzen in der Stadt zu decken", so der Bürgermeister, "die Stadt selbst habe derzeit keine Möglichkeit aktiv zu werden. Das würde nur mit einem Anbau funktionieren. Das würde einfach zu lange dauern."

Für mehrere Jahre

Alfred Neugebauer, Vorsitzender des Caritas-Kindergartenvereins, begrüße die Nachricht, denn damit ging die Stadt auf die Forderung ein, wie vor dem Umbau vor zwei Jahren wieder drei Kindergartengruppen bereitzustellen. Neugebauer ist überzeugt, dass dieses Angebot nicht nur für kurze Zeit sein wird, sondern "wahrscheinlich für mehrere Jahre". Genehmigungen für eine Gruppe im ersten Stock des früheren Pfarrzentrums liegen bereits vor. Fenster werden dazu noch geprüft und hergerichtet, ebenso die Beleuchtung im Haus.

Im Herbst 2013 war der Umbau des Kindergartens "Arche Noah" fertig, auch die Kinderkrippe konnte eröffnet werden. Seither galt es, den Kindergarten zu gestalten, sich an die neuen Räume zu gewöhnen und die offene Gruppenarbeit zu sichern. Alfred Neugebauer dankte hierbei besonders der Kindergartenleitung und dem Team, denn: "Das ist gelungen.

Zwei neue Spielhäuser

Die Arbeit eines engagierten Personals wirke sich auf die Kinder aus und mache das Leben und Spielen in der "Arche Noah" einzigartig. Gleiches gelte für die Unterstützung, die der Kindergarten von außen erfährt. In den letzten Monaten konnten zwei Spielhäuser bei einem ortsansässigen Schreinermeister bestellt und eingebaut werden. Eines davon wurde durch die Elterninitiative und den Kindergartenbeirat finanziert, informierte Neugebauer, das andere durch eine Spende und Mittel der Stadt.

Die Kassiererin des Kindergartenvereins, Patricia Walter, berichtete, dass der Verlust des Kindergartenzweckbetriebes durch einen Defizitvertrag mit der Stadt in Grenzen gehalten werde und durch Gelder des Kindergartenvereins ausgeglichen werden konnte.

Alfred Neugebauer, Vorsitzender des Caritas-Kindergartenvereins ehrte langjährige Mitglieder, darunter Norbert Oppelt, der dem Verein 25 Jahre angehört und Willibald Laubender, der bereits 40 Jahre Mitglied ist.