Noch ein Vergleich: Die aktuell 1673 Erwerbslosen waren 57 Arbeitslose weniger als im April des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote betrug jetzt im April 3,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,5 Prozent. Der Bestand an Arbeitsplätzen ist im April um drei auf 383 offene Stellen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat April gibt es jetzt 65 Arbeitsstellen mehr.

Die erfreuliche Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön hat sich fortgesetzt. "Die noch anhaltende Frühjahrsbelebung und die insgesamt gute konjunkturelle Lage summierten sich zu diesem erfreulichen Ergebnis", kommentiert Klaus Seebach, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt, die aktuelle Entwicklung. Die Agentur in Schweinfurt ist zuständig für die gesamte Region mit den vier Landkreisen Schweinfurt, Haßfurt, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld sowie der Stadt Schweinfurt. Für den Kreis Haßberge unterhält die Agentur eine Geschäftsstelle in Haßfurt.

"Für die konjunkturelle Komponente", so Seebach weiter, "spricht auch der Vergleich zum Vorjahr". Vor allem arbeitslose jüngere Menschen seien die Gewinner der starken wirtschaftlichen Lage.

"Es ist schade, dass trotz der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften nicht mehr Ältere zum Zuge kommen", bedauert Seebach diese Tatsache. "Andererseits darf man aber nicht vergessen, dass gerade bei diesem Personenkreis öfters gesundheitliche Einschränkungen vorliegen, welche eine Vermittlung in eine Arbeitsstelle erschweren".

Im April lag die Nachfrage nach Arbeitskräften über dem Niveau des Vormonats. Die bekannten Schwierigkeiten, in vielen Bereichen Stellen zeitnah zu besetzen, bestanden laut Agentur unverändert fort.

Auffällig bleibt der deutliche Unterschied bei den Chancen am Arbeitsmarkt. Im Handwerk werden in vielen Bereichen sowohl Fachkräfte als auch Nachwuchskräfte dringend gesucht, und junge Menschen haben nach dem Abschluss ihrer Ausbildung sehr gute Chancen, in den Beruf einzusteigen. Dem gegenüber übersteigt im Bürobereich das Angebot an Bewerberinnen und Bewerbern die Nachfrage.