Jetzt kann Vollzug vermeldet werden. Im zweiten Anlauf konnte die Auflösung der bisher selbstständigen VHS Ebern am Mittwochabend im VHS-Gebäude über die Bühne gehen. Am 4. November war die geplante Auflösung gescheitert, weil es damals an der laut Satzung erforderlichen Zweidrittelmehrheit der Vereinsmitglieder fehlte. Obwohl am Mittwoch wiederum nur sechs Personen zu der außerordentlichen Mitgliederversammlung erschienen waren, konnte die Auflösung vorgenommen werden, denn für den zweiten Anlauf verzichtet die Satzung auf die Forderung nach einer Zweidrittelmehrheit.

Die Auflösung am 4. November war gescheitert, weil mindestens 37 Stimmen der 49 Mitglieder erforderlich gewesen wären. Gekommen waren aber nur sieben. Deshalb wurde die außerordentliche Sitzung am Mittwoch nötig.
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Nur ein Punkt auf der Tagesordnung

Der amtierende Vorsitzende Franz Zeheter erläuterte, einziger Tagesordnungspunkt sei, die VHS Ebern aufzulösen. Die Versammlung sei beschlussfähig und die einfache Mehrheit genüge. "Wir sind sechs Mitglieder, wenn vier für die Auflösung stimmen, kann diese erfolgen", sagte Zeheter.

Die Abstimmung ergab ein klares Votum. Alle sechs Mitglieder stimmten für die Auflösung. Weiter wurde Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) als Liquidator bestimmt, der die Auflösung und Überführung in die Kreis-VHS, die schon länger beschlossen wurde, rechtlich abwickeln kann.


Unter der Obhut der Kreis-VHS

Das Ende des örtlichen VHS-Vereins bedeutet nämlich längst nicht, dass die Volkshochschularbeit ind er Stadt keine Zukunft mehr hätte. Unter dem Mantel der Kreis-VHS und mit verändertem Personal soll das Kursangebot unvermindert fortgeführt werden.

Franz Zeheter würdigte das Engagement all derjenigen, die sich über die Jahre hinweg für die VHS Ebern, egal an welcher Stelle und in welcher Verantwortung auch immer, eingebracht hatten. "Sie alle haben sich mit hohem persönlichen Engagement für die Erwachsenenbildung gearbeitet, im Vorstand und in der Geschäftsführung", sagte der bisher amtierende Vorsitzende.


Allesamt Glücksfälle

Die Runde war sich einig, dass bisher alle Vorsitzenden der VHS Ebern für diese "Glücksfälle" gewesen seien. Die Zusammenarbeit und die Kommunikation seien stets vom gegenseitigen Vertrauen getragen gewesen, woran die Geschäftsführerin Irmgard Ruhhammer einen wesentlichen Anteil gehabt habe.
Die Eingliederung der VHS Ebern in die Kreis-VHS wurde in früheren Versammlungen, so auch bei der Versammlung der Bezirks-VHS Unterfranken am 15. Oktober in Ebern, als "zukunftsweisende Fusion" bezeichnet. In Ebern wird die Haßberge-VHS weiterhin vertreten sein, mit einem Büro und Veranstaltungsräumen. Gelenkt werden die Geschicke der Kreis-VHS in Ebern künftig von Carolin Schuler, die seit dem 15. September dieses Jahres von Irmgard Ruhhammer in die örtlichen Gegebenheiten und die Arbeit der VHS eingewiesen wurde.