Im August war der neue "Rote-Marter-Bildstock" beim Brunnenfest des Haßbergvereins Jesserndorf vorgestellt worden und von Kreisheimatpfleger Günter Lipp aus Frickendorf gab es einige Erläuterungen hierzu. "Der Bildstock wird in den nächsten Tagen an seinem ursprünglichen Platz aufgestellt", kündigte damals der Zweite Vorsitzende des Haßbergvereins aus dem Eberner Stadtteil, Helmut Ungar, an. Jetzt, zehn Wochen später, steht der Bildstock nahe der "Roten Marter", am Rande des Rennwegs kurz vor der Einmündung zum Königsberger Stadtteil Bühl an der Staatsstraße 2278.

Der Haßbergverein Jesserndorf hat sich neben anderen Aufgaben unter anderen auch den Erhalt von Bildstöcken auf seine Fahne geschrieben. Rekonstruiert hatte den Bildstock der Bildhauer Wolfgang Schott, der den neuen Bildstock getreu nach dem historischen Original anfertigte: "1,80 Meter hoch und beschnitzt, ein gemaltes Bild von Maria mit dem Jesuskind. Die Bildsäule stammt aus dem Jahr 1850." So hatte Kreisheimatpfleger Günter Lipp den Bildstock im August in Bühl beschrieben. Warum heißt der Bildstock Rote Marter? "Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich hat man das Holz rot gestrichen um es zu schützen" mutmaßte der Kreisheimatpfleger. Der Name käme demnach von der roten Farbe, mit der auch der neue Bildstock versehen ist.


Fünf mann im Einsatz

Fünf "Mannsbilder" rückten am Mittwoch mit dem Bildstock auf einem landwirtschaftlichen Anhänger am Mittwoch zur "Roten Marter" aus. Mit dabei hatten sie Bohrgerät, Haken, Schaufeln, Wasser, Sand und Zement, um für den Bildstock ein festes Fundament zu schaffen.

Christian Schmitt, Heinz Fausten und Konrad Steinmetz mühten sich mit einem motorbetriebenen Erdbohrer ab, um das Loch für das Fundament auszuheben. August Bohley, Dieter Schmitt und Friedrich Roth mischten Beton, um damit das Bohrloch für ein festes Fundament zu füllen. Mit vereinten Kräften wurde dann der "Rote-Marter-Bildstock" gesetzt, ausgerichtet und gestützt. Nunmehr steht er wieder mit einem Bild von Maria mit dem Jesuskind an seinem angestammten Platz.

Die Leute des Haßbergvereins Jesserndorf sind stolz, dass dieser Bildstock durch ihre Initiative und mit Hilfe von Spendern originalgetreu rekonstruiert werden konnte.