Mit dem Hochwasserschutz befasste sich der Gemeinderat Rauhenebrach in seiner Sitzung am Dienstag im Rathaus Untersteinbach. Immer wieder kommt es entlang der Rauhen Ebrach zu Überschwemmungen nach Starkregen - zuletzt waren die Hilfskräfte im Sommer 2016 massiv gefordert. Zur Information hatte Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) Frank Pilhofer vom Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen eingeladen.

Ab Untersteinbach ist die Rauhe Ebrach ein Gewässer zweiter Ordnung und damit in der Verantwortung des Wasserwirtschaftsamtes. Von Geusfeld bis Untersteinbach ist allein die Gemeinde Rauhenebrach zuständig. Pilhofer erläuterte, dass es für den Gewässerabschnitt von Untersteinbach bis Prölsdorf Überschwemmungspläne gibt, die aufzeigen, wo die Hochwassergefahr liegt; für den Oberlauf jedoch gibt es solche Berechnungen nicht, nur die Erfahrung der Bewohner. Die hätte man gerne einfließen lassen, um im Zuge der Flurbereinigung schon einige Rückhaltemaßnahmen umzusetzen, doch das sei weder beim Amt für Ländliche Entwicklung noch beim Wasserwirtschaftsamt gehört worden, lautete die Kritik aus dem Gemeinderat.

Der Rat favorisiert dezentrale Rückhaltungen in den Seitentälern, aber ohne Analysen und Plan wird es nicht funktionieren. Alles andere "wäre Kaffeesatzleserei", meint der Bürgermeister. Deshalb soll Matthias Bäuerlein Angebote für die Erstellung eines Hochwasserschutzkonzepts einholen und den entsprechenden Zuschuss beantragen.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat Rauhenebrach gegen mehrere Bauanträge sowie das Vorhaben der DJK Fürnbach, für die Bewässerung ihres Sportplatzes einen Brunnen zu bohren. Ein Nachtragsangebot gab es zur Erschließung des Baugebiets "Am Breiten Rain IV" in Untersteinbach. Hier sei man zu dem Entschluss gekommen, unter dem Gehwegpflaster eine Asphaltschicht einbringen zu lassen, damit das Pflaster mehr Stabilität erhält und nicht schon während der Bauarbeiten an den künftigen Häusern in Mitleidenschaft gezogen wird, hieß es in der Sitzung des Gemeinderates.