Dem Diakonieverein Maroldsweisach als Bauträger des Therese-Stählin-Hauses in der Zeilbergsiedlung steht eine größere Baumaßnahme ins Haus. Die Sozialstation mit Kurzzeit- und Tagespflege soll erweitert werden.
Vorsitzender Pfarrer Wolfgang Scheidel informierte bei der Jahresversammlung in der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes, das die Betriebsträgerschaft ausübt, dass die Pläne für die Erweiterung von der Heimaufsicht genehmigt wurden. Man rechne mit Kosten von 300.000 Euro.

Der Vorsitzende stellte klar, dass ohne einer sicheren Finanzierung das Projekt nicht angefangen wird. Zuschüsse erhofft sich der Diakonieverein durch die Gemeinde-Allianz-Hofheimer-Land und aus den Töpfen des Deutschen Hilfswerks. Scheidel sprach von einem "eigenartigen Zustand", da man mit angehaltenem Atem in den Startlöchern sitze. Ohne eine mittelfristig ausgelegte Planung käme man aber nicht aus.

Pfarrer Helmut Kastner meinte , als Diakonieverein habe man nicht nur Immobilien zu verwalten, sondern müsse sich auch auf das Wesentliche, die Diakonie konzentrieren. Pfarrer Scheidel sah darin einen berechtigten Einwand.

Ohne den Diakonieverein, merkte er an, gäbe es keine Sozialstation. Alles sei eine Gratwanderung zwischen Wirtschaftlichkeit und diakonischer Arbeit. Der Diakonieverein hat rund 300 Mitglieder mit abnehmender Tendenz.

Aufgaben verlagert

Mit der Gründung des Diakonischen Werkes Haßberge wurde dem Diakonieverein viel Arbeit abgenommen, aber man sei heute mehr oder weniger auf die Immobilienbetreuung, regelmäßige Begehungen des Therese-Stählin-Hauses und das Rühren der Werbetrommel reduziert, was nicht zufrieden stelle.

Deshalb soll die diakonische Arbeit wieder mehr in den Mittelpunkt gerückt werden, fand Scheidel.
Mit knapp 160.000 Euro liegt der Etat im vergangenen Jahr etwa so hoch wie 2012 und rund 27.000 Euro höher als 2011. Scheidel zeigte sich erfreut, dass der Verband durch Abbau von Schulden nun schwarze Zahlen schreibt. Dazu hätten viele Spender beigetragen.