Der ruhende Verkehr beschäftigte den Bauausschuss des Stadtrates Eltmann in seiner Sitzung am Montag. Mehrere Ortseinsichten waren nötig, um Fragen der Parkmoral zu klären. So soll eine Firmenzufahrt im Industriegebiet Eltmann mit Fahrbahnmarkierungen gesichert werden, weil hier regelmäßig Sattelzüge über Nacht abgestellt werden - oftmals ohne jede Rücksicht auf die Ausfahrt.

Probleme für den Lieferverkehr der Brauerei gibt es auch, wenn in Roßstadt vor dem alten Rathaus mehr Fahrzeuge abgestellt werden, als eigentlich zulässig. Die Bauausschuss-Mitglieder zeigten wenig Verständnis dafür, dass hier auf dem Platz beziehungsweise in die Fahrbahn hinein geparkt wird, wo doch gleich nebenan vor der ehemaligen Gaststätte Parkplätze auf öffentlichem Grund vorhanden sind. Auch an der Mainlände im Bereich des Anwesens 13 wird ein Parkverbot eingerichtet, weil hier der Bus wenden muss.

Stadträtin Julia Müller hatte einen Antrag eingereicht, auf dem Friedhof in Eltmann Schließfächer einzurichten, in denen Grabbesitzer Gartenkleingeräte und andere Dinge zur Grabpflege einschließen könnten. Bürgermeister Michael Ziegler erklärte dazu, Angebote einzuholen und auch den Bedarf zu eruieren. Auf Hinweis von Bruno Wittig soll außerdem geklärt werden, ob es solche Schließfächer wie die in den Schulen auch auf Mietbasis gibt.
Um die Frage, wie nach Abschluss des Dorferneuerungs-Projekts in Roßstadt die Abrechnungs-Abschnitte gebildet werden, ging es dort vor allem in der Brauereistraße.

Zeitpunkt für neue Trasse unklar

Auf jeden Fall im Auge behalten will Eltmann die Möglichkeit einer zweiten Zufahrt zum Industriegebiet Eltmann, die eventuell im Zusammenhang mit der Erweiterung des Gewerbegebiets in Ebelsbach realisiert werden könnte. Das Hauptproblem ist die Überquerung der Bahnlinie. Dafür müsste eine Überführung gebaut werden, wegen der Nähe zur Bundesstraße würde die Abfahrt zur B26 aber vermutlich sehr steil. Ob, wann und wie eine solche Zufahrt, die von Vorteil für das Industriegebiet wäre, realisiert werden kann, ist zwar noch nicht klar, doch waren sich die Bauausschuss-Mitglieder einig, dass bei Grundstücksverkäufen eine solche Trasse auf jeden Fall berücksichtigt werden sollte.

Beteiligen wird sich die Stadt Eltmann am Hochwasser-Audit 2015, um das sich die Stadt Ende des vergangenen Jahres auf Anregung des Wasserwirtschaftsamtes beworben hat. Bürgermeister Michael Ziegler informierte den Ausschuss, dass mittlerweile der Förderbescheid eintraf. Die Stadt Eltmann kommt so in den Genuss einer fachmännischen Beurteilung, wie gut sie im Falle eines Fluss-Hochwassers oder von Sturzfluten aufgestellt ist. Ein solches Gutachten kostet 12 000 Euro und wird mit 75 Prozent bezuschusst. Der Bauausschuss stimmte zu, bei Eigenmitteln von 3000 Euro das Hochwasser-Audit durchzuführen.

Palm investiert 250 000 Euro

Verschiedene Bauanträge wurden ohne Einwände behandelt. Sehr begrüßt wurden von Bürgermeister Michael Ziegler und den Ausschuss-Mitgliedern die Umbauten in der Papierfabrik Palm, die aus technischen Gründen erforderlich sind. Damit investiert Palm erneut über 250 000 Euro in den Standort Eltmann.