25 Jahre gibt es nun den Marktsaal in Rentweinsdorf und dieses Jubiläum will die Marktgemeinde am kommenden Wochenende mit einem Fest begehen. Hierzu wurden der Saal und der Eingangsbereich neu gestrichen. Der Marktgemeinderat bereitete in seiner letzten Sitzung diesen "Geburtstag" vor. Alle Bürger sollen dieses Jubiläum mitfeiern können.

Elektronische Steuerung

Der Rat um Bürgermeister Willi Sendelbeck (SPD) tagte deswegen auch im Marktsaal und zeigte sich mit der Renovierung sehr zufrieden. Allerdings hatte er noch ein Anliegen des Kegelsportvereins "KSV Rentweinsdorf 1988" auf dem Tisch, einen Antrag auf Bezuschussung der elektronischen Steuerung an den Kegelbahnen. Laut vorliegenden Angeboten erfordere diese Umrüstung Kosten von mehr als 15 000 Euro.

Bürgermeister Sendelbeck meinte, "dass es hier schon um viel Geld geht und Gemeinderat Konrad Kus (SPD) stellte die grundsätzliche Frage, ob die jetzige Steuerung kaputt sei oder nur nicht mehr zeitgemäß. Die Kegelbahn gehöre ja der Gemeinde und so könnte man überlegen, ob der Verein nach solch einer Investition höhere Mieten bezahlen sollte.

Dazu hörte man den Vorsitzenden des KSV, Werner Schulz, der von "einer eigentlich funktionierenden Bahn" sprach. Auch tue ihm das Herz weh, dass man diese rausreißen solle. Er begründete die Forderungen mit Änderungen bei den Vorgaben des Verbandes, weil man im Mannschaftskegeln nun von 50 auf 120 Schub umstellen müsse und dies könne die "alte Bahn" nicht mehr leisten.

Keine Ersatzteile

Theoretisch könne man die Steuerung umbauen, aber für bestimmte Funktionen gebe es schon keine Ersatzteile mehr und dies könnte schon in naher Zukunft zu Problemen führen. Deswegen sollte man sich dazu entschließen, die Elektronik und die Sensoren zu erneuen. Nach Meinung eines Fachmannes müsste wahrscheinlich in fünf bis sechs Jahren sogar der Anlauf erneuert werden.

Helmut Grell (ÜWG) fragte nach einer Alternative, worauf Schulz auf Anlagen von Gaststätten und kleinen Vereinen verwies, die sich eine solche Investition nicht leisten könnten. "Aber unsere Leute und Kegler sind schon etwas verwöhnt und ich weiß nicht, ob sie hier mitspielen. Man müsse die Bahn nämlich dann immer mit der Hand umstellen: "In Zeil haben sie die Bahn erst vor kurzem für 40 000 Euro umgebaut und haben dabei noch vieles selbst gemacht. Das können wir nicht leisten und wollen es auch nicht so teuer."

Zier fand, man sollte nun auf jeden Fall diese Steuerung ändern. Auch Willi Andres (CSU) vertrat diese Meinung, sprach sich aber für eine Nachverhandlung bei den Angeboten aus. Willi Sendelbeck meinte: ""Wir stehen derzeit gut da und können es auch jetzt finanzieren." Zudem wolle sich der Kegelverein beteiligen. Vorsitzender Schulz machte von sich aus den Vorschlag "wir könnten damit leben, dass die Gemeinde mindestens 10 000 Euro und wir höchstens 5000 Euro übernehmen."

Der Rat gab zunächst grünes Licht für die weiteren Verkaufsverhandlungen. Nach Vorliegen der endgültigen Zahlen wolle man dazu den Beschluss fassen.

Straßennamen für Salmsdorf?

Die Hausnummern in Salmsdorf will man - dies ein weiterer Punkt der Sitzung - ändern und die Straßen mit Namen versehen. Da die Häuser in unübersichtlicher Reihenfolge nummeriert seien und gesucht werden müssten, wäre es wichtig, eine Ordnung reinzubringen, meinte der Bürgermeister, was auch für den Rettungsdienst besser wäre. Willi Andres fand, dies sei kein Argument, da deren Navigationssysteme die Anwesen auch so fänden. Ludwig Bock und Kurt Weißheimer (beide ÜWG) schlugen vor, erst in einer Ortsversammlung mit den Bürgern zu sprechen und sie über eventuelle Kosten zu informieren.