NPD-Propaganda, rechtsradikale T-Shirts und anderes Material wurden vom Künstler eingearbeitet, übermalt und verfremdet. Der künstlerische Kontext verändert die Aussagen und gibt ihnen ein neues Gesicht: Aus der ursprünglichen Botschaft wird ein Appell an die Menschlichkeit. Roczniks Anliegen ist es, mit dieser Ausstellung dem Verharmlosen und dem Wegschauen entgegen zu wirken und einen Beitrag zur Bekämpfung des Rechtsradikalismus und der Intoleranz im Gemeinwesen zu leisten. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Nach einführenden Worten von Werner Mantel, ehemaliger Bürgermeister und Kreisrat (Ebelsbach), spricht Werner Schnabel vom Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus ein Grußwort. Geöffnet ist die Ausstellung vom 29. September bis 18. Oktober zu folgenden Zeiten: Montag und Freitag von 14 bis 18 Uhr, Dienstag 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 12 Uhr und 15 bis 18 Uhr.
Weiter geht es am Samstag, 28. September, mit der Vernissage zur Ausstellung über den Tiermaler Willy Schütz im ehemaligen Bekleidungshaus Xaver Mayr in Ebern, Ritter-von-Schmitt-Straße 1. Die Vernissage findet um 17 Uhr statt. Einführende Worte spricht Kreisheimatpfleger und Schütz-Verehrer Bernd Reinhard.
Zu bewundern sind die Werke des bedeutendsten Jagdmalers der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vom 29. September bis 24. November immer sonntags von 14 bis 17 Uhr. Die Bilder von Willy Schütz in Aquarell-, Öl- und Temperamalerei sowie vor allem seine Rohrfederzeichnungen - eine Technik, in der er als Meister galt - verzichten bewusst auf die Darstellung einer genauen Szene. Sie zeigen vielmehr in impressionistischer Malweise das Tier in seiner Bewegung und in der Flüchtigkeit des Augenblicks. Der Künstler starb am 20. Oktober 1985 und liegt in Lohr an der Baunach begraben. Er überließ seinen Nachlass dem Heimatmuseum Ebern, wo seitdem sein gesamtes Werk aufbewahrt wird.
Unter dem Titel "Stationen" gibt Günter Rocznik in seiner Jubiläumsausstellung anlässlich seines 60. Geburtstages eine Zusammenfassung seiner Arbeit aus zwei Jahrzehnten. Die Vernissage findet am Sonntag, 29. September, um 17 Uhr in der Galerie "Kunst & Antik" in Pfarrweisach (Bahnhofstraße 4) statt. Die Laudatio hält Dieter Kraft. Die Ausstellung gibt bis zum 20. Oktober einen einzigartigen Überblick über das gesamte Schaffen des Künstlers. Öffnungszeiten: Mittwoch 16 bis 20 Uhr, Sonntag 14 bis 18 Uhr.
Gleichzeitig wird im Nebengebäude (Sommergalerie) eine Ausstellung gezeigt, die nicht im Programm des "Kunststücks" enthalten ist. Unter dem Titel "Grenzerfahrung" zeigt sie Ölgemälde und Grafiken aus der ehemaligen Tschechoslowakei und Polen. Es ist ein Gang durch die Geschichte der Bildenden Kunst dieser Länder vom Beginn bis zum Ende des 20.Jahrhunderts: Namen wie Lotoki, Csyzewski, Macoun und Nejdly stehen für das frühe 20.Jahrhundert, Postochkine und Lastovka für die 50-er und 60-er Jahre bis hin zu den Gegenwartskünstlern Zwieth-Ciok und Rut, der unter anderem Stipendiat an der Kunstakademie in Nürnberg war.