Die Neugestaltung des Kriegerdenkmals in der Gemeinde Sand ist nahezu abgeschlossen. Darauf wies Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag hin. Alte Heckenumrandungen wurden entfernt, was bewirken soll, dass die markante Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege mehr in das Bewusstsein des Betrachters rückt.

Zusätzlich wurde laut Gemeinde der Platz vor dem Mahnmal zwischen der Zeller und Knetzgauer Straße durch neu angelegte Gehwege gestaltet und mit frisch aufgebrachten Rollrasen begrünt. Was noch fehlt, sind leichte Korrekturen bei der Bepflanzung hinter dem Denkmal und entlang der Knetzgauer Straße sowie Ruhebänke, die erst im Frühjahr aufgestellt werden sollen.

Der Gemeinderat befasste sich auch mit der Neufassung der Friedhofsstamm- und Friedhofsgebührensatzung. Im Besonderen sprachen die Ratsmitglieder unter Vorsitz von Bürgermeister Ruß über die Gestaltung der zukünftigen Urnen-Erdgräber und das Verbot der Verwendung von Grabsteinen aus Kinderarbeit. Die neuen Urnen-Erdgräber, 27 an der Zahl, werden in einer noch freien Abteilung in der nordöstlichen Ecke des Friedhofes angelegt.


Alles geregelt

Neu in der Friedhofsstammsatzung wurde die Gestaltung der Urnen-Erdgräber mit Pflanzfläche und Grabmal aufgenommen. Laut Beschluss des Gemeinderates soll die Größe der Pflanzfläche 40 mal 40 Zentimeter betragen. Die Höhe für die Grabmäler, Stelen, Kreuze und so weiter auf den Urnen-Erdgrabstätten wurden auf eine Mindesthöhe von 60 Zentimeter und einer Maximalhöhe von 1,20 Meter festgelegt. Die neuen Grabstätten sollen eine Metalleinfassung erhalten, die von der Gemeinde zu beziehen ist. Aus diesem Grund musste die Kostensatzung angepasst werden.

In der letzten Fassung der Friedhofsatzung war ein Verbot der Verwendung von Grabmalen, Einfassungen und Grabplatten verankert, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit hergestellt werden. Nunmehr ist in Artikel 9a des Bestattungsgesetzes eine eindeutige Rechtsgrundlage für das Verbot von Grabmalen aus ausbeuterischer Kinderarbeit eingefügt worden. Mit dem Neuerlass der Satzung bestehen nun diesbezüglich keine rechtlichen Unsicherheiten mehr.

Die von der Verwaltung vorgelegten Entwürfe der Friedhofs- und Bestattungseinrichtungssatzung sowie der Friedhofsgebührensatzung wurde mit den Stimmen aller Ratsmitglieder als Satzung übernommen.
Im nächsten Punkt der Tagesordnung stimmte der Gemeinderat dem Antrag der Gemeinderatsfraktion CSU/Freie Sander Wähler auf Umbesetzung des Bau- und Umweltausschusses zu. Statt Gemeinderätin Doris Kümmel ist mit sofortiger Wirkung Gemeinderätin Ute Lutz (beide CSU/Freie Sander Wähler) Mitglied des Bau- und Umweltausschusses.


In den nächsten Tagen

Unter Punkt "Verschiedenes" fragte Gemeinderat Heinrich Schmitt (Freie Sander Bürger) an, ob das Baugebiet "Zehentwörth II" schon abgenommen sei. Ihm wurde geantwortet, dass dies in den nächsten Tagen vorgesehen sei. Gemeinderat Johannes Krines (Freie Sander Bürger) brachte vor, dass die Kinder in den Schulbussen wegen Überfüllung zum Teil keine Sitzplätze hätten und somit viele von ihnen während der Fahrt stehen müssten. Dies sei ein Sicherheitsrisiko. Bürgermeister Bernhard Ruß sicherte zu, der Sache nachzugehen. Gemeinderat Roland Mahr (SPD/Sander Bürgerliste) stellte fest, dass die durch Sand führende Staatsstraße 2277 (Limbacher- Haupt- und Knetzgauer Straße) sanierungsbedürftig sei. Er bat die Gemeindeverwaltung, bei zuständigen Behörden entsprechende Anträge zu stellen. ab