Im Schulungsraum der Rettungswache des Roten Kreuzes in Ebern fand eine interne Fortbildung statt. Thema: "Systemische Arbeit in der Jugendsozialarbeit an Schulen." Teilgenommen haben Sozialpädagogen, die an Schulen mit Jugendsozialarbeit (JaS) beschäftigt sind und ihre Arbeit optimieren wollen.
Im Landkreis Haßberge wird gegenwärtig an einer Grundschule, sieben Mittel- einer Realschule, einer Förderschule, einem Beruflichen Schulzentrum und zwei Gymnasien Jugendsozialarbeit als eine Einrichtung der Jugendhilfe angeboten. Träger ist der BRK-Kreisverband Haßberge.

Nneue Impulse

Ziel der Fortbildung war, die Beratungsarbeit durch systemisches Denken und Handeln zu verbessern. Das hilft jungen Menschen bei persönlichen und schulischen Fragen, in schwierigen Lebenslagen und unterstützt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Ziel ist es, junge Menschen in ihrer schulischen, sozialen und beruflichen Integration zu fördern. Claudia Naumann von der Albrecht-Dürer-Mittelschule Haßfurt, Margarete Schindhelm, Mittelschule Eltmann und Michael Bunke, Mittelschule Zeil-Sand, die über eine systemische Zusatzausbildung verfügen, haben das Angebot vorbereitet und durchgeführt.

Der systemische Ansatz geht davon aus, dass alle in unterschiedlichen Systemen leben (Familie, Schule, Arbeitsstelle, Verein) und dass alles innerhalb dieser Systeme in Zusammenhang steht. So wird jeder Mensch, sein Denken und Handeln sowie seine Probleme nicht isoliert betrachtet, sondern immer im Kontext mit der Umwelt.

Blick auf die Stärken

Die systemische Beratung ist von Lösungs- und Ressourcenorientierung geprägt. In der Schule heißt das, der Fokus richtet sich nicht auf die Probleme und Defizite der Schüler, also auf das, was sie falsch machen und nicht können, sondern auf ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten, auf das, was sie gut können und auf Personen aus ihrem System, die sie unterstützen können.

Defizite werden in Fähigkeiten umformuliert, die noch erlernt werden können, um sich weiter zu entwickeln. Das Wissen um die persönlichen Ressourcen stärkt den Glauben an die eigene Selbstwirksamkeit und fördert die Veränderungsmotivation. So können gemeinsam Lösungswege gefunden werden.

In der Fortbildung wurden verschiedene Beratungsmethoden sowie Gesprächsführungstechniken, wie systemische Fragen und das Stellen von Systemen mit Figuren vorgestellt und eingeübt.