3100 Einwohner zählt Sand, nicht einmal 60 kamen zur Bürgerversammlung. Also alles in Ordnung? Offenbar. Immerhin standen mit dem Investitionsprogramm, Perspektiven in der Finanzkrise und angesichts demographischen Wandels sowie Beteiligung der Bürger und Kommunen an Energieprojekten im Landkreis Haßberge interessante Punkte zur Debatte.

Nur ein Bürger weniger

Bürgermeister Bernhard Ruß sagte, die Bevölkerungszahl im Landkreis sei in den letzten fünf Jahren kontinuierlich gesunken - allerdings kaum in Sand: 3117 Einwohner gab es Ende 2011, nur ein Bürger weniger als 1999. Seit dem Höchststand 2004 (3203) gebe es aber auch in Sand einen leichten Bevölkerungsrückgang. 2011 standen 19 Geburten 27 Sterbefälle gegenüber.

Die Gemeinde stemmte sich dem Abwärtstrend entgegen mit dem Neubau der Kinderkrippe und den zwei gut ausgestatteten Kindergärten. Beide Einrichtungen nutzen 76 Kinder.

Gut laufe der Schulverband Zeil/Sand. In der Schule in Sand gibt es einmalig zwei erste Klassen. 117 Grundschüler werden unterrichtet (48 in Ganztages klassen). "Damit ist das Schulgebäude in Sand auf Jahre hinaus ausgelastet", so Ruß.

Für die Mittelschule gründete die Hauptschule Zeil/Sand mit sieben Kommunen einen Schulverband. Die Mittelschule in Eltmann und Trossenfurt besuchen 48 Sander.

Jugendtreff und

Gut angenommen werden offene Mittagsbetreuung sowie offener Jugendtreff. Ein Viertel der Einwohner ist über 60 Jahre, und an sie richtet sich der Seniorenbeirat mit Bürgerhilfe (Fahrten zum Arzt, Einkäufe, kleine Reparaturen). Ansprechpartner sind Gerhard Zösch und Michael Back. Für Umbau- oder Zuschuss-Fragen zu altengerechten Wohnen steht Roland Mahr in Sand bereit.

Schnelles Internet

Stichwort Internet: Nur die Zeiler Siedlung, Wörth und das Altdorf bis Hauptstraße/Sandgasse profitieren vom schnellen Internet. Für das Breitbandförderungsprogramm erhebt der Landkreis den Bestand und sondiert Netzanbieter.

Auf Frage von Heinz-Josef Tully antworte Ruß, dass man in Sand mit der Verlegung von Leerrohren in bestimmten Straßen bereits die Verlegung von Breitbandkabel vorbereitet habe. Er will am Ball bleiben. Bis 2015 beschrieb Ruß als geplante Investitionen: Erweiterung der Feuerwehrhalle (350   000 Euro), Turnhalle-Außenanlage (100   000), Zufahrtstraße Sportplätze (175   000), Sanierung Außenanlagen Sportgelände (100   000), Sanierung Fußballplätze (150   000), Erschließung "Untere Länge" (zwei Millionen Euro), Breitbandkabel-Ausbau (200   000); zusammen in den nächsten drei Jahren rund drei Millionen Euro.

Die Umsetzung hängt von Kreisumlage, Schlüsselzuweisungen und den Einnahmen aus den Gewerbesteuern ab, machte Ruß klar. Die Gemeinde bewältigte große Investitionen. Dadurch stieg der Schuldenstand auf 1,8 Millionen Euro: pro Kopf 587 Euro.