Groß, stark und auch ein bisschen tröstend ragt es in den Himmel. Lange war es weg, nach Sturmschäden musste umfassend saniert werden. Doch jetzt leuchtete der elfenbeinfarbene, fast weiße Sandstein wieder. Die Schrift wurde ebenfalls aufgefrischt. "Siehe wir preisen Selig, die erduldet haben" aus dem Jakobusbrief steht drauf. Darunter ist am Sockel das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs angebracht.

Knapp 6500 Euro hat die Maßnahme gekostet. Rund 20 Prozent davon übernahm der Bezirk Unterfranken. Das Kreuz selber und zwei benachbarte alte Grabmäler, die auch beschädigt worden waren, stehen nun in der Denkmalliste. Die Arbeiten dauerten etwas, weil zunächst die Besitzverhältnisse bei den beiden privaten Gräbern geklärt werden mussten. Außerdem musste der Zuschussantrag erst genehmigt werden, bevor der Auftrag vergeben werden konnte.

Steinmetzfirma hatte ein Puzzlespiel

Im Juli 2013 waren alle Auflagen erfüllt, im Oktober begann die einheimische Steinmetzfirma mit ihrer Tätigkeit. Es war ein Puzzlespiel, das zeigen auch die Bilder des Unternehmens im Internet. Die Nase und selbst ein Auge des gekreuzigten Jesus waren weg. Der Oberkörper war abgerissen und zum Teil zu Staub zermahlen. Lediglich die Beine ab der Hüfte waren noch einigermaßen ganz.Viel Arbeit und viel Fingerspitzengefühl war notwendig, um die übermannsgroße Sandsteinfigur wieder zusammenzustellen. Jetzt kam sie wieder zurück.

Für die Salmsdorfer und die regelmäßigen Friedhofsbesucher ist damit der kleine Friedhof hinter der Kirche wieder komplett. Der leidende Christus oben am Hang, kurz vor der Aussegnungshalle, prägte einfach das Bild dort. Die Statue wirkt beschützend und gab bestimmt so manchen Angehörigen nach dem schweren Gang Kraft. Wie sehr sie dazu gehört, zeigt, dass die Namen der Gefallenen, aber auch aller Heimkehrer, kurz nach 1918 dort eingemeißelt wurden.

Das Sommerunwetter zerstörte viel

Bei einem schweren Sturm, der am 30. Juni 2012 durch den Landkreis fegte und viele Stellen verwüstete, war das Kreuz von einer alte Birke zerstört worden. Ein großer Ast riss damals so unglücklich heraus, dass sich das Holz im Stamm drehte und der Baum dadurch regelrecht zersplitterte. Der Bereich wurde damals abgesperrt, bis die Birke nach Tagen von einem schweren Kran geborgen werden konnte. Sie hatte auch zwei benachbarte historisch bedeutende Gräber, die jetzt ebenfalls hergerichtet wurden, in Mitleidenschaft gezogen.