Der Haßfurter Matthias Benkert ist einer, dem das Rote Kreuz seinen Dank abstattete in Form einer Auszeichnung. Bei der Ehrung umriss er im Gespräch mit infranken.de seine Motivation und was ihn eigentlich an die Wasserwacht bindet:

"An der Wasserwacht Haßfurt fasziniert mich der Zusammenhalt in der Ortsgruppe. Der Spaß am Schwimmen in der Wasserwacht rührt schon von Jugendzeiten her. Die Wettbewerbe waren immer nur erfolgreich, wenn man im Team gut zusammengearbeitet hat. Unser Team der Wasserwacht ist fast unschlagbar, weil immer jeder für jeden da ist."

Vor diesem Hintergrund bedeute ihm die Auszeichnung, meinte der junge Mann schmunzelnd "nicht viel" - wenn sie ihn natürlich auch freut.

Zusammenhalt in der Gemeinschaft der Helfer

Das Wichtigste ist eben der Zusammenhalt und die Gemeinschaft bei der Wasserwacht. Benkert: " Man kann sich in so einer Gruppe nur erfolgreich und gerne weiterbilden, wenn man Spaß an der Sache hat und für andere gerne Zeit investiert. Bei uns ist das so der Fall. Es macht sehr viel Spaß, anderen etwas näher zu bringen, was einem selbst sehr viel Freude bereitet. Wir haben mitlerweile bei uns in der Wasserwacht für fast jeden Bereich eigene Ausbilder. Da bin ich nur ein kleiner Teil eines großen Teams."

Wird ihm das Schwimmen nicht langsam langweilig? Benkert winkt ab: "Schwimmen an sich ist ein interessanter Sport, körperliche Fitness, Ausdauer. Und wir schwimmen nicht nur im Schwimmbad. Es ist jedesmal eine kleine Herausforderung, sich in einem fließenden Freigewässer zu bewegen."

In den Dienst an der guten Sache stellt sich Matthias Benkert nicht nur beim Hobby, sondern auch beruflich. Er ist Rettungsasisstent im Kreisverband Haßberge, und zwar in der Rettungswache Ebern. Benkert unterstreicht abschießend: "Kurz um, warum bin ich in der Wasserwacht: Aus Spaß am Sport und Freude am Helfen."

Ehrenamtliches Engagement ist eine unverzichtbare Stütze der Gesellschaft. Das betonte der Kreisvorsitzende des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Haßberge, Rudolf Handwerker, in seiner Laudatio bei der Ehrung langjähriger Mitarbeiter. Bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbands Haßberge in der Rudolf-Mett-Halle wurden aktive Mitglieder aus den Bereitschaften und der Wasserwacht geehrt.

Wasserretter unter ihren Fittichen

Das Ehrenzeichen für Ausbilder in Bronze verlieh der Landrat mit dem BRK-Kreisgeschäftsführer Dieter Greger an Matthias Benkert und Peter Kuhn von der Wasserwacht. Benkert (Haßfurt) ist seit 1991 aktives Mitglied der Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt und ausgebildeter Rettungstaucher, Rettungsbootführer und Flugretter.

Sein Engagement sei vor allem in der Ausbildung der Wasserwacht-Aktiven in Erster Hilfe und Sanitätsdienst hervorzuheben. Zudem übernimmt er zweimal jährlich Ausbildungen für Wasserretter. Seit Spätsommer 2012 ist Matthias Benkert Ausbilder zum Fließwasserretter; er ist damit der einzige in ganz Unterfranken.

Peter Kuhn (Knetzgau) kam 1990 in der Bereitschaft Zeil zum BRK, wechselte drei Jahre später in die Wasserwacht-Ortsgruppe Sand/Zeil. Er ist Rettungstaucher, Instruktor Rettungstaucher und führt selbstständig die Fortbildungen für Rettungstaucher im Kreisverband Haßberge durch.

Unermüdliche Organisatorin

An Lydia Viernekes (Theres), Günther Schleelein (Haßfurt), Kilian Dütsch (Sand) und Thomas Lauer (Ebelsbach) überreichten Handwerker und Greger das silberne Ehrenzeichen für Ausbilder. Viernekäs ist seit 1976 aktiv in der Wasserwacht-Ortsgruppe Haßfurt und deren Motor (Leiterin seit 1997).

Besonders kümmerte sie sich um den Wiederaufbau einer Jugendgruppe sowie um die Ausbildung für Rettungsschwimmwettbewerbe; sie baute auch die Schnelleinsatzgruppe Wasserrettung mit auf, ist Instruktor Schwimmen, hat Anfängerschwimmkurse in Knetzgau initiiert und ist eine der ersten Ausbilderinnen für "Aqua-Fitness".

Seit 1984 ist Günther Schleelein bei der Wasserwacht, heute Rettungstaucher und Rettungsbootführer. Er ist auch stellvertretender Technischer Leiter der Kreiswasserwacht. Besonders in der Ausbildung für Erste Hilfe und Reanimation sowie Lebensrettende Sofortmaßnahmen habe er sich verdient gemacht, lobte Handwerker.
Kilian Dütsch (Sand) ist seit 1983 in der Wasserwacht Sand/Zeil und Instruktor Motorboot. Seit 1996 führte er fast jedes Jahr einen Lehrgang Motorboot durch.

Ein Fels in der Brandung

Seit 1977 ist Thomas Lauer (Ebelsbach) aktiv und nun Instruktor Rettungstauchen. Aufgrund seines hohen Wissensstandes um das Rettungstauchen vermittelt er den Tauchanwärtern Sicherheit, hieß es. Seit Beginn seiner Ausbildertätigkeit hat Lauer 20 Rettungstauchanwärter bis zur Prüfung begleitet.

Das goldene Ehrenzeichen der Wasserwacht erhielten Irmgard und Otmar Morgenroth aus Ebern. Frau Morgenroth steht seit 1974 im aktiven Dienst in Ebern. Sie ist Lehrscheininhaber Schwimmen. Als solche hält sie Schwimmkurse und -training. Seit Jahren übernimmt sie den Dienst im Freibad Ebern. Bis 2001 hatte sie das Amt der Ortsgruppenleitung inne. Ihr Mann Otmar ist seit 1978 aktiv in der Wasserwacht-Ortgruppe Ebern. Er unterstützt seine Frau bei den Schwimmkursen und leistet Dienst im Freibad Ebern; lange war er Schriftführer.
Die Brüder Ralf und Reiner Hülbig (Untermerzbach) erhielten das Ehrenzeichen der Bereitschaften in Bronze. Ralf Hülbig ist seit 1989 aktiv (Fachdienst Betreuungsdienst). Er ist ausgebildeter Feldkoch, Gruppenführer Betreuungsdienst und stellvertretender Fachdienstführer Betreuungsdienst des Kreisverbands. Er ist aktiv in der Schnelleinsatzgruppe Betreuung und fungiert als Fahrer und Helfer im Küchenbereich. Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Betreuung der Blutspender in Untermerzbach.
Reiner Hülbig ist seit 1992 aktiv (Fachdienst Betreuungsdienst). Wie sein Bruder gehört er der Schnelleinsatzgruppe Betreuung an (Fahrer/Helfer Küchenbereich). Sein Hauptaugenmerk liegt auf der Wartung des technischen Geräts und der Zelte. 50 Jahre beim BRK aktiv sind Christina Meinlschmidt und Willi Bayer (beide Hofheim). Meinlschmidt (seit 1962 in der Bereitschaft Hofheim/Königsberg) absolvierte eine Schwesternhelferinnenausbildung; 1973 wurde sie Ausbilderin für "Krankenpflege in der Familie" und bildet nun fast 30 Jahre aus. Unzählige Lehrgänge hat sie abgehalten, um Angehörigen die richtige Pflege zu lehren.
Auf ein offenes Ohr bei Christina Meinlschmidt stieß der Kreisverband, als er 1999 ein Rot-Kreuz-Museum im Goßmannsdorfer Tor in Hofheim einrichtete. Sie und Lydia Rather schufen ein Kleinod, das sich sehen lassen kann.
Willi Bayer ist seit 1962 dabei (Hofheim/Königsberg: Sanitätsdienst, Krankentransport, Betreuungsdienst, Schnelleinsatzgruppe Betreuung Hofheim). Er ist einer der wenigen, die die Feldküche fahren, aufbauen und bedienen könnten. Sein handwerkliches Talent führte ihn zu den Baumaßnahmen beim Rotkreuzhaus und dem Neubau der Rettungswache Hofheim. Er und Christina Meinlschmidt erhielten für 50 Jahre die DRK-Ehrennadel in Gold.