Steffen Vogel hat ein "großes Ziel". Der Landtagsabgeordnete und CSU-Kreisvorsitzende will "die Ortsverbände und unsere Arbeitsgemeinschaften weiter stärken, um als Kreisverband die stärkste Basis im Landkreis zu sein. Dazu wollen wir auch unsere Funktionsträger und Kandidaten schulen, um bei der Kommunalwahl im Jahr 2020 wieder viele Gemeinde- und Stadträte sowie Bürgermeister zu stellen." Dieses Ziel gab Vogel bei der Kreisdelegiertenversammlung seiner Partei am Montagabend in der Sporthalle von Burgpreppach aus. Dabei wurde er mit 100 Prozent der gültigen Stimmen in seinem Amt als CSU-Kreisvorsitzender bestätigt.

Der CSU-Bezirksgeschäftsführer Georg Brückner bescheinigte dem Kreisverband Haßberge erfolgreiche Arbeit. "Der CSU-Kreisverband ist einer der stärksten Kreisverbände in Bayern und seine Werbestrategie ist beispielgebend für andere."


Zeichen setzen

Steffen Vogel betonte eingangs, dass man den Ort Burgpreppach gewählt habe, weil die CSU gerne in die Randbereiche gehe. Außerdem wolle der Kreisverband hier ein Zeichen für die hervorragende Arbeit vor Ort setzen.
Er ging auf die Mitgliederentwicklung im Kreisaverband ein. Bei aktuell 1794 Mitgliedern habe der CSU-Kreisverband Haßberge einen Frauenanteil von 20 Prozent, sagte Steffen Vogel. In den 46 Ortsverbänden sei allerdings der Anteil der über 80-Jährigen höher als der unter 30-Jährigen. Dennoch habe der Verband 390 Junge-Union-Mitglieder in zehn Ortsverbänden und bei den Frauen seien es 298 Mitglieder in sieben Ortsverbänden der Frauenunion.


Ziel ist die absolute Mehrheit


Als Ziel für die nächste Landtagswahl nannte er die absolute Mehrheit, um weiter die Verantwortung in Bayern zu haben. "Nirgendwo geht es den Menschen besser als bei uns". Als Mitglied des Sozialausschusses im Landtag meinte er noch: "Der Sozialausschuss verteilt viel Geld, aber jeder muss sich überlegen, dass jeder Euro erst einmal verdient werden muss."

Von einer harten Woche in Berlin sprach die Staatssekretärin Dorothee Bär. Die Bundestagsabgeordnete aus Ebelsbach ging auf aktuelle Themen ein. Dabei streifte sie auch das Wahlprogramm der Union: "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben". Damit hätten die Unionsparteien mit einem der besten Regierungsprogramme den Wahlkampf ganz offiziell eröffnet, sage sie.

Großer einflussLandrat Wilhelm Schneider versicherte, dass die zwei CSU-Parlamentarier in München und Berlin großen Einfluss haben und ihn und den Landkreis stark unterstützen. "Beim Ausbau der Digitalisierung träumt ein Land wie Hessen von einem solchen Zustand, wie wir ihn haben."

Die Beschlüsse zur Entwicklung der Haßberg-Kliniken mit der Schließung des Hauses Hofheim und der geplanten Auflösung der Geburtshilfe in Haßfurt sei niemand leichtgefallen. Nun müssten sie aber weiterhin sinnvoll und mit Augenmaß umgesetzt werden, natürlich mit weiteren Strukturveränderungen wie Personalanpassungen oder Optimierungen im OP-Bereich und in der Logistik. gg