Ausschließlich Themen rund ums Bauen beherrschten die Sitzung des Gemeinderats in Burgpreppach. Sechs Bauanträge standen auf der Agenda, dazu zwei Anträge, die im Zusammenhang mit der Errichtung eines Dorfladens stehen. Hierbei hatte der Verein "Heimat- und Kulturtreff Markt Burgpreppach" zwei Anträge auf Übernahme einer Bürgschaft gestellt.

Die eine betrifft ein vorgesehenes Darlehen, das aufgrund von Investitionen aufgenommen werden muss, die andere die möglichen Zuschüsse des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE). Diese Bürgschaft beläuft sich auf maximal 105 000 Euro und besagt, dass, falls der Dorfladen innerhalb der nächsten zwölf Jahre nach Zuteilung der Zuschüsse schließen muss oder der Verein sich auflösen wird, die Gemeinde für das vom ALE gewährte Geld bürgt.

Erstere Bürgschaft betrifft ein Darlehen, das der Verein aufnehmen muss. Der Verein bestreitet die Inneneinrichtungen, deren Kosten Bürgermeister Hermann Niediek auf 120 000 bis 150 000 Euro bezifferte, und muss in Vorleistung gehen bis alles abgerechnet ist, denn dann erst können die Zuschüsse vom ALE fließen. Ein Teil der Kosten wird durch Spenden und Einlagen abgedeckt.


Auffangbürgschaft beträgt 120 000 Euro

Um auch die Vor- bzw. Zwischenfinanzierung abzusichern, muss die Höhe der Auffangbürgschaft auf 120 000 Euro festgelegt werden.

Abzuwarten ist bei beiden Bürgschaftssummen, ob sie tatsächlich in der benannten Höhe anfallen werden. Zudem müssen sie noch vom Landratsamt abgesegnet werden, weil sie höher als 50 000 Euro liegen.

Wie die Vorsitzende des Vereins Marion Fleischmann-Hilton am ran der Sitzung berichtete, kann es mit dem Einbau der Inneneinrichtung im Moment noch nicht weitergehen, weil beim Amt für Ländliche Entwicklung der besagte Zuschussantrag eingereicht wurde. Dort zeigte man sich, so die Vorsitzende, "begeistert" von dem Projekt Dorfladen in Burgpreppach. Ein vorzeitiger Baubeginn würde die Aussichten auf Zuwendungen in beträchtlicher Höhe zunichtemachen.

Auch wenn Bürger vielleicht ungeduldig würden, wolle man diese Zeit abwarten um nicht etwa den Wegfall finanzieller Mittel zu riskieren.


Baupläne

Drei Bauwillige gibt es aktuell in Ibind, einen in Hohnhausen. Deren Bauvoranfragen bzw.
-anträge wurden positiv beschieden.

Auch der Umbau des Fischerhauses neben der ehemaligen Gaststätte in Burgpreppach samt Nutzungsänderungen und Anbauten sowie der Einbau einer Hackschnitzelheizung in eine Scheune in Leuzendorf wurden genehmigt.