Mit Hochdruck arbeiten die Zeiler Stadtwerke daran, das defekte 20-Kilovolt-Kabel auszuwechseln, das am Freitag durch einen Erdschluss beschädigt worden ist. Über die Hintergründe für den Stromausfall berichten die Stadtwerke Zeil.

Ins Netz hereingewandert


Erst gab es mehrere kleine Stromausfälle, dann war der Strom für kurze Zeit fast in der ganzen Stadt weg: Laut Stadtwerke Zeil gab es einen Erdschluss im 20 000-Volt-Netz des vorgelagerten Netzbetreibers Eon Bayern AG. Die Überspannung wirkte sich aus bis in das 20-Kilovoltnetz der Stadtwerke Zeil und beschädigte im Birkenweg ein 20 000-Volt-Kabel.

Ein Erdschluss ist, landläufig gesprochen, ein "Kurzer": Bei einem Erdschluss kann beispielsweise Feuchtigkeit in ein Stromkabel gelangen. Es entsteht eine Überspannung.

Wie Günter Bier vom Stadtwerk beschreibt, kann ein solcher Erdschluss beim Energieversorger immer wieder einmal vorkommen und durchaus auch in einer Entfernung von zehn bis 20 Kilometern geschehen und weiterwandern. 20-kv-Kabel sind Mittelspannungskabel, die zu den Transformatorenstationen führen, quasi Hauptschlagadern des Stroms.

Ein Netz zu den privaten Haushalten


An den Stationen (in Zeil etwa an Wertstoffhof, Finanzamt, Birkenweg, Gaststätte Streit) werden die 20 000 Volt heruntergefahren auf die üblichen 220 bis 230 Volt im normalen Netz (Niederspannung). Von hier aus gehen die Leitungen zu den Haushalten, und hier sitzen auch die Leistungsschalter, die sich am Freitag zum Schutz ausschalteten.

Das technische Personal ortete das zerborstene Kabel auf städtischen Grund mit einer Spezialfirma sehr schnell und punktgenau, wie Bier beschrieb. Nach und nach wurde der Strom umgeschaltet und die Versorgung wieder hergestellt. Die Reparaturarbeiten an dem Kabel laufen nun und sollen Mitte der Woche abgeschlossen sein. kra