Heinz Altschäffel, der 2011 mit dem Kulturpreis des Bezirks Unterfranken ausgezeichnet wurde, ist seit 1964 freischaffender Maler und hat sich im Lauf seines künstlerischen Lebens große Anerkennung erworben. Seine Werke sind in zahlreichen Museen und öffentlichen Einrichtungen in Bayern zu finden, auch in der Kunsthalle in Schweinfurt. "Er ist der Star ohne Starallüren in der Schweinfurter Kunstszene", unterstrich die Galeristin Eleonore Schmidts-Stumpf bei der Vernissage vor einem großen interessierten Publikum. "Außerdem ist er einer der meist gebuchten freien Kunstlehrer, der mit seinen Malkursen größten Einfluss auf die Kunstszene Unterfrankens genommen hat."

Der Maler selbst verliert nicht gerne viele Worte um seine Bilder, weil er lieber durch sie spricht. "Ich betrachte die Malerei als Zwiesprache zwischen mir und dem künftigen Betrachter", gab er in Eschenau an, "denn so wie ich als Maler Zeit brauche, um meine Eindrücke auf dem Papier wiederzugeben, so benötigt auch der Schauende Muße, um sich mit dem fertigen Bild zu beschäftigen."

Die Auseinandersetzung mit Landschaften und Menschen, mit Erlebnissen in der Natur und mit Personen und deren vielgestaltige, bildliche Umsetzung sieht er als seine Lebensaufgabe. Seine Inspirationen sucht er besonders gerne in Italien. Doch die Wiedergabe seiner Eindrücke, die er in einem Skizzenbuch festhält, erfolgt nach einer intensiven Vorbereitung nicht als Darstellung einer bestimmten Landschaft oder Person. Vielmehr arbeitet er seine persönliche Sichtweise des Erfahrenen im Geist zu einer Bildidee um und gibt ihr auf der Leinwand eine sichtbare, eher abstrakte oder auf wenige Formen reduzierte, farbliche Gestalt.

Die Schaffenskraft und Entwicklungsfähigkeit des Malers sind ungebrochen. So zeigt die Ausstellung nicht nur Bilder aus dem Jahr 2009, die durch die Farben Blau, Türkis und Grün ins Auge fallen und in denen er mit organisch gewachsenen und künstlichen Figuren spielt. Vor allem kann sich der Betrachter an Bildern erfreuen, die nach seiner letzten Reise nach Ligurien im Jahr 2011 entstanden sind.

Heinz Altschäffel spielt mit den Elementen der Malerei und mit den Elementen verschiedener Genres, wie es der Galerist Egon Stumpf ausdrückte. "Er konstruiert Horizontlinien und vertauscht die Ebenen der Landschaft. Er setzt Fragmente von Gegenständlichkeit unvermittelt in die Grundmuster seiner Bilder." Und seine Zeichnungen seien von einer Leichtigkeit und lyrischen Präsenz, dass sie unmittelbar zum Träumen anregten. "Vielleicht sind es Liebesgedichte an eine Welt, die dich bis heute in ihren Bann zu schlagen vermag", so Egon Stumpf, der die Besucher dazu ermunterte, nicht nur "eine Strophe dieser Gedichte" zu betrachten, sondern die gesamte Ode. Denn nur so ergebe sich ein Bild der Eindrücke, die Heinz Altschäffel auf das Papier gebannt habe, sagte der Galerist.