Bei der Nominierung im Bürgertreff "Zur alten Tankstelle" in Westheim wurde dem Bewerber einstimmig das Vertrauen erteilt. Zunächst beschlossen sowohl die FDP-Mitglieder als auch die Freien Bürger (parteilos) in getrennten Versammlungen, dass sie zu den anstehenden Gemeinderatswahlen als gemeinsame Wählergruppe mit dem Namen FDP/Freie Bürger antreten werden. Künftig wolle man, so hieß es, als gemeinsame Wählergruppe in der Gemeinde Knetzgau auftreten.

Weiterhin beschlossen beide Gruppen, einen gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten aufzustellen. Bei der gemeinsamen Nominierungsversammlung unter Vorsitz von Gemeinderat Egon Stumpf (FDP) übernahm der erfahrene Kommunalpolitiker Kurt Sieber aus Königsberg (FDP) das Amt des Wahlleiters. Die Versammlung nominierte Bernhard Jilke mit einem einstimmigen Votum.

Seinen Gegenkandidaten stehen bereits fest. Antreten wird sicher der Amtsinhaber Stefan Paulus (CWG, SPD). Und die CSU will mit Michael Melber das Bürgermeisteramt zurückholöen, das sie 2008 an Stefan Paulus verloren hatte.

Jilke war 2008 bereits als Bewerber um das Bürgermeisteramt angetreten. Er konnte sich aber nicht durchsetzen. Seine Konkurrenten Stefan Paulus und Mark Zehe (CSU) schafften es damals in die Stichwahl, aus der Paulus als Sieger hervorging.

Bernhard Jilke bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen beider Gruppierungen. Eine Kandidatur hatte er, wie er darstellte, von einer starken Liste von Unterstützern abhängig gemacht.

Im Jahre 2008 ist die FDP mit 13 Bewerbern angetreten und hat zwei Sitze im Gemeinderat eingenommen. Auf dieses Ergebnis wolle man, so Jilke, mit der Wählergruppierung FDP/Freie Bürger aufbauen.

Was ihm als Bürgermeisterkandidaten alles am Herzen liegt, teilte er den Mitgliedern gleich mit. Von der Weiterentwicklung des Gewerbegebietes, der Unterstützung der Wirtschaftsbetriebe in Handel, Handwerk, Dienstleistungen über die medizinische Versorgung, die Landwirtschaft und den Tourismus sowie den weiteren Ausbau der Infrastruktur sprach er Themen für die Gemeinde Knetzgau an. Als Dritter Bürgermeister und Gemeinderat habe er viel Einsatz und Arbeit in die Kommunalpolitik gesteckt, und nun könne er von diesen Erfahrungen aus den Jahren seit 2008 profitieren. Er ist sich bewusst, dass für den Posten des Knetzgauer Bürgermeisters in Zukunft viel Fingerspitzengefühl und Mut vonnöten sei. Finanziell stehe die Gemeinde zwar gesünder da als andere Kommunen, aber ob das auch so bleibt, hänge davon ab, wie clever die Kommune in die Zukunft investiere, betonte Jilke.

Steckbrief
Bernhard Jilke, 47 Jahre, verheiratet, ein Sohn (18 Jahre) und eine Tochter (zwölf Jahre), ist Elektromeister bei der Firma Regiolux Königsberg und dort zuständig für Planung, Beratung und Vertrieb von energieeffizienten Beleuchtungsanlagen. Seit 16 Jahren wirkt er als gewählter Betriebsrat.

Er ist Dritter Bürgermeister und Gemeinderat seit 2008, Betreuer der U19-Junioren der Jugendfördergemeinschaft Kickers Zabelstein, Sitzungspräsident der Westheimer Narrenzunft, Koordinator der Tennis-Junioren-Spielergemeinschaft (TC Knetzgau/TSV Westheim), Mitglied in den Vereinen Reservistenkameradschaft Knetzgau, "Unser Steigerwald", Förderverein Dreiberg-Schule Knetzgau und Faschingsdachverband Föderation Europäischer Narren. Seine Hobbys sind Kanutouren sowohl in der Heimat als auch in der Ferne (Schweden, Kanada), Wanderungen im Heimatkreis und das alpine Skifahren.