Dick eingepackt strömten die Marktbesucher aber dennoch zu Tausenden zum Traditionsmarkt in den Steigerwald. Sie kauften Keramik für den heimischen Garten, Haushaltswaren, Pflanzen, Obst oder auch ein Schnäpschen.

Er hat die Sonne im Herzen

Mitten im Getümmel saß Korbflechter Herbert Magdalener aus Sand. Trotz kalter Finger flocht er Blumen-Stecker aus Weiden "die blühen immer und erfrieren nicht", warb er für seine Handwerkskunst.

Fast schon Platzkarten hätte Bernhard Selig vergeben können für sein originelles Ausstellungsstück: eine Acht-Personen-Sauna in einem Holzfass auf Rädern. Die kann man mieten. "Nächstes Wochenende ist sie für einen Junggesellinnen-Abschied gebucht", erzählt Selig seinen Gästen. Die geben sich regelrecht die Klinke in die Hand, denn der Holzofen bullert und produziert wohlige Wärme.

Für Körper und Seele

Reißenden Absatz fanden auch wieder die Hutkrapfen des Schützenvereins, und auch der Zwiebelkuchen des Sportvereins hatte kaum den Ofen verlassen und war schon wieder weg.

Schmerzlich vermissten viele Ostermarktbesucher den Steckerlfisch des Anglervereins. Die Angler hatten im letzten Jahr von der Lebensmittelkontrolle so massive Auflagen bekommen, dass sie die Segel strichen. "Und der diesjährige Kontrolleur hätte sich mit weniger zufrieden gegeben," erzählte ein Prölsdorfer einem enttäuschten Marktbesucher.